Monatsarchive: Juli 2009

Wirklich gute Ratgeber für gestresste Eltern (II)

Wie (vor Monaten, sorry) angekündigt stelle ich heute meine Erfahrung mit einem weiteren Klassiker aus der Elternratgeber-Sparte vor, es geht um „Kinder fordern uns heraus“ von Rudolf Dreikurs. Herr Dreikurs ist der Ansicht, dass folgende Regeln helfen, um den Kindern unliebsame Angewohnheiten abzugewöhnen (ich gebe hier nur einige der wichtigsten wider, und das natürlich stark verkürzt, um das Prinzip klarzumachen): 1. Sich nicht in Machtkämpfe mit dem Kind verwickeln lassen, 2. Dem Kind keine „ungebührliche“ Aufmerksamkeit zu schenken, 3. Natürliche Folgen anwenden. Was bedeutet das genauer? Ein Beispiel: Wie bekommt man ein Kind dazu, etwas zu tun, auf das es keine Lust hat, zum Beispiel, sein Vesper vom Vormittag aus dem Schulranzen auszuräumen? Solche Momente arten leicht in einen „Machtkampf“ aus, denn das Kind will mit seiner Starrköpfigkeit beweisen, wer der Stärkere ist. Dreikurs’ Tipp: Möglichst nicht ärgerlich werden, und das Kind etwa zwingen, etwas zu tun, und es ihm auch nicht abnehmen; sondern die „natürlichen“ Folgen anwenden und das eigene Verhalten entsprechend anpassen. Wenn keine saubere Dose für das Vesper am nächsten Tag verfügbar ist, weil das alte Brot noch im Ranzen vor sich hingammelt, gibt es eben für diesen Tag kein Pausenbrot, oder es wird ohne Verpackung gerichtet, damit sich das Kind selbst drum kümmert, wie es das Brot mitnehmen kann. Kinder sollen damit lernen, eine „Ordnung“ zu respektieren, und vor allem ihren Teil dazu beizutragen. In vielen Fällen ist mir zwar dennoch rätselhaft, wie es funktionieren soll; wenn abends Zähne geputzt werden müssen, dann müssen eben die Zähne geputzt werden, denn auf die „natürliche Folge“ Karies kann ich gut verzichten. Dass es in vielen Fällen allerdings tatsächlich viel besser ist, ruhig, fest und ermutigend auf eine Situation zu reagieren als zornig, oder sich einfach auch einmal zurückzuziehen, um dem Kind zu zeigen, dass es von seinem Verhalten nichts erwarten kann, habe ich schon öfters ausprobiert und kann es nur empfehlen. Das Buch gibt dazu viele Beispiele und Tipps, die, wie ich finde, durchaus lesens- und einen Versuch wert sind.

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Clack – der Eierschalen-sollbruchstellenverursacher

Der bitte was? Eierschalensollbruchstellenverursacher, jawoll!
Wenn man so wie ich beim gemütlichen Sonntagsfrühstück gern mal ein wachsweich gekochtes Ei verdrückt, dann kennt man die Situation: Wie bekomme ich den „Deckel“ vom Ei ab, ohne gleich eine Schweinerei zu verursachen? Mit dem Löffeln zart klopfen und dann die Schale abpfriemeln bringt’s nicht, mit dem Messer die Kappe guillotinenartig abhauen funktioniert auch meistens nicht. Tja, was tun? Da kommt eben Clack ins Spiel, die für mich genialste Küchenerfindung seit ewigen Zeiten. Der onomatopoetische Name „Clack“ passt hier wie die Faust aufs Auge. Du musst nur die Metalkappe auf dein Frühstücksei setzen (aufpassen, dass das Ei fest im Eierbecher steht), dann die Schlagkugel am Führungsstab bis zum Anschlag hochschieben, fallen lassen und CLACK! Es entsteht eine wunderbare ringförmige Bruchstelle in der Eierschale. Flugs das Messer in diese Bruchstelle schieben und das entstandene Eierbruchköpfchen abheben – voila! So kann ich mein Frühstücksei immer genießen und darüber hinaus macht das clacken auch noch Spaß! Beliebt sind bei meiner Freundin und mir zum Beispiel Wettbewerbe wie „Wer hat die glatteste Sollbruchstelle“. Das bringt doch noch Spannung an den Frühstückstisch. Und für Freunde der Physik hier noch ein paar atemberaubende Zahlen: Die Schlagkugel ist 70 Gramm schwer, der Führungsstab 16 cm lang. Für die Strecke braucht die Kugel 0,181 Sekunden, sie rast dann mit einer Geschwindigkeit von 1,77 m/s auf die Metallkappe und entwickelt eine Kraft von sage und schreibe 0,6867 Newton. Wahnsinn!

Sofort den Clack auf decido besorgen.

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Be a SOCKSTAR!

Nein, das ist kein Schreibfehler. Es sollte nicht ROCKSTAR heißen, und es ist kein Blog über eine neue Casting-Show. SOCKSTAR ist der ultimative Nerven-Schoner, denn er verhindert den Alptraum aller Hausfrauen und -männer: Das Gefressen-Werden von Socken in der Waschmaschine. Nunja, könnte man sagen, es gibt wohl wichtigere Dinge, über die man nachdenken könnte, als ein paar verschwundene Socken. Aber wenn ich ehrlich bin, nervt mich die Socken-Sortiererei schon ziemlich, besonders bei den vielen schwarzen, die alle gleich aussehen (aber dann doch nicht gleich sind). Wie funktioniert SOCKSTAR? Einfach nach dem Ausziehen die passenden Socken in einen der Clips stecken, mit Clip in die Waschmaschine stecken und direkt am Clip aufhängen. Ich frage mich nun: Ist das realistisch, dass ich meine Socken abends nach dem Ausziehen direkt mit so einem Clip versehe? Wer hat hier Erfahrung? Alles andere hört sich eigentlich gar nicht so schlecht an. Den Hammer finde ich allerdings, was die Marketing-Abteilung der „Paarungshelfer“ (Eigenwerbung) sich zu dem Thema noch so ausdenkt: Es gibt die Plastik-Clips nicht nur einfach in bunt und verschiedenen Packungsgrößen (die Packungen sehen meiner Meinung nach übrigens eher aus wie Kondompäckchen), sondern auch als „Premium-Gift-Box“ in einer edlen Metalldose, mit Vanilleduft und als „Floral Edition“, für die (Achtung!) … „historische Stiche die Vorlage für unsere drei wunderschön floral gestalteten Packungseditionen geliefert haben“… Sehe ich das richtig, diese 20 Plastikclips werden wegen der „wunderschönen Verpackung“ teurer verkauft als die anderen??? Also alles was recht ist! Egal – ich ignoriere die „Floral Edition“, werde die Clips ausprobieren und darüber berichten. Über eure Erfahrungen zum Thema freue ich mich ebenfalls ;-)

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Puritas Cordis – das klassische Adventure-Genre ist noch nicht tot

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: Das klassische Point and Click- Adventure wurde schon oft für tot erklärt – immerhin ist dieses Genre schon eines der dienstältesten in der Welt der Computer und Konsolen-Spiele. Mitte der 80er Jahre begeisterten zum Beispiel die absurd-witzigen Adventures von LucasArts die Massen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Point and Click-Adventures sind ein Nischenprodukt – auf Konsolen noch viel mehr als auf dem PC. Da ist es doch schön, das dann und wann das darbende Genre neu belebt wird. Die Wii ist mit ihrer besonderen Steuerung (einfach mit der Wiimote-Fernbedienung direkt auf den Fernseher zeigen) eigentlich wie geschaffen für Adventures dieser Art. Kein Wunder also, dass es das PC-Adventure „Geheimakte 2: Puritas Cordis“ genau wie der Vorgänger „Geheimakte Tunguska“ auf die Wii geschafft hat. Was erwartet den Adventure-Sucher denn hier? Erstmal eine ganz nette Grafik, gelungene deutsche Stimmen und natürlich Rätsel, Rätsel, Rätsel. Schön auch, dass man ab und zu zwischen zwei Charakteren hin und her springen kann (und muss), um gemeinsam weiterzukommen.

Nur kurz zur Geschichte: Nina, schon im ersten Teil die Hauptakteurin, muss einen apokalyptischen Geheimbund, der die Weltherrschaft erlangen will, bekämpfen. So weit, so klischeebeladen. Locations wie zum Beispiel ein Kreuzfahrtschiff, ein südamerikanischer Dschungel oder einige Stadtteile von Paris sorgen für Abwechslung. Der Hauptaspekt sind aber natürlich die kniffligen Rätsel, die Story steht da ganz klar in zweiter Reihe. Mit der Wiimote sucht man die Gegend nach interessanten „Hotspots“ ab, sammelt Informationen, unterhält sich mit anderen Charakteren und findet eine Unmenge an Gegenständen, die mit Logik und Fleiß kombiniert oder eingesetzt werden können. Das Ganze funktioniert perfekt und die PC-Maus wird keinen Augenblick vermisst – klasse! Manche Rästel sind wirklich äußerst knifflig, dankenswerterweise gibt es aber eine im Spiel integrierte Hilfe-Funktion, die einem weiterhilft, wenn man total hängt. Meistens kommt man aber mit Logik und ein paar verrückten Ideen weiter. Puritas Cordis kann ich guten Gewissens jedem Adventure-Fan ans Herz legen. Und da das Spiel aus deutschen Landen stammt, unterstützt man damit auch noch die heimische Wirtschaft! Saubere Sache!

Hier auf decido findet ihr den Rätselspaß.

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Polaroid Kameras – Retro ist modern

Retro ist ja bekanntermaßen in. 80er Jahre Mucke, Mode aus vergangenen Jahrzehnten, vergessene Kuriositäten – alles kommt einmal zurück. Manches war aber nie weg, obwohl es eigentlich seine Daseinsberechtigung verloren hat. Die Polaroid Kamera ist so ein Fall: In den 70er Jahren waren diese lustigen Sofortbildkameras der Renner. Erst knipsen, dann raaatsch kommt das Bild rausgefahren, kurz gewartet und schon ist das Teil entwickelt. Damals machte es nichts aus, dass die Bilder immer einen leichten Braunstich hatten und sie auch nicht nach gemacht werden konnten. Es war einfach ein Gimmick, das in die Zeit passte. Mit den Jahren schwand aber das Interesse an der Polaroid Kamera – so sehr, dass die letzte Fabrik, die die Filme herstellte, im Jahr 2008 dicht machen musste. Aber irgendwie war in bestimmten Kreisen diese altehrwürdige Kamera doch noch ein Thema. Künstler und Foto-Freaks schwärmten von der Einzigartigkeit der Polaroid-Bilder. Jetzt soll in der ehemaligen Polaroid-Fabrik in Holland die Produktion wiederbelebt werden. Im Jahr 2010 sollen wieder 3000 Stück in der Stunde hergestellt werden – zum Vergleich: Von 1975 bis zum Produktionsstopp 2008 wurden 1,6 Milliarden Filme auf die Menschheit losgelassen.
So ganz kann ich das allerdings nicht nachvollziehen. Aber ich gehöre wahrscheinlich auch nicht zur Zielgruppe für die Einweg-Bilder und kann mit dem Retro-Charme der Polaroid eben nichts anfangen. Die Polaroid-Jünger können sich aber auf jeden Fall freuen, die Retro-Zukunft ist gesichert.

Von Polaroid selbst gibt es übrigens zwei lustige Nachfolgeprodukte: Einmal den PoGo, einen Minidrucker, den man an das Handy anschließen kann, um dann Bilder auf selbstklebender Folie auszudrucken. Und die Polaroid Two, eine Digitalkamera, die auch Bilder ausdrucken kann.

Viel Spaß beim Fotoausdrucken!

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Michael Jackson: King of Souvenirs

Dass Michael Jacksons Tod eine riesige Andenken-Kaufwelle lostritt, war zu erwarten. Allein die Alben haben sich in den Tagen seit seinem Tod so oft verkauft wie in den letzten zehn Jahren nicht. Und natürlich graben jetzt alle, die irgendein Souvenir des King of Pop zuhause haben, dieses aus und möchten es gewinnbringend verscherbeln. Hier ein paar „Perlen“ auf ebay: Ein benutztes Handtuch, das er während eines Konzerts ins Publikum geworfen haben soll, brachte immerhin 101 Euro. Leider hat der Ebayer vergessen zu schreiben von welchem Konzert es war und ein Foto konnte er auch nicht einstellen … Andere findige Köpfe haben bei kostenlosen E-Mail-Providern E-Mail-Adressen registriert, die „jackson“, „michael“, “king of pop” und eine mehr oder weniger passende (Jahres-)Zahl beinhalten und versuchen diese nun zu verhökern. KingofPop-1958-2009@gmx.net wäre zum Beispiel schon zum „Schnäppchenpreis“ von 2.500 Euro zu haben – hier heißt es zuschlagen! Oder lieber über diesen Schwachsinn die Hände über dem Kopf zusammenschlagen? Übrigens – wer noch von der Trauerfeier zu Tränen gerührt ist oder sich die musikalischen Highlights nochmal reinziehen möchte, der braucht vielleicht das „Original Stofftaschentuch von Michael Jackson“ – das er angeblich verloren hat, während er ein Autogramm schrieb – Auktionsende ist morgen (Donnerstag), und wir liegen bei nur 54 Euro.

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Bruce ist jetzt Grillmeister

Was verbindet ihr mit Bruce? Klar, erstmal „Drama, Drama, Drama“. Aber vielleicht auch lecker grillen? Nicht? Na, das ist ein Fehler. Denn Bruce ist eben nicht nur ein telefonverkaufender und oft weinender Laufsteg-Lehrer, sondern auch ein witziger und innovativer Grill! Es ist wirklich wahr!

Der Bruce, den ich meine, ist ein sogenannter Balkon-Grill. Und er ist wirklich praktisch: Wo andere die Geranien auf dem Balkon züchten, könnt ihr mit Bruce die Würstchen-Population elegant dezimieren. Bruce sieht aus wie ein normaler Balkon-Blumenkasten, ist es aber nicht: Eine zweite, silberfarbene Wanne innerhalb des schwarzen Stahlblech-Gehäuses dient als Kohlenbecken. Und der gute Brucie wird einfach wie ein Blumenkasten an den Balkon gehängt – genial! So nimmt er wenig Platz weg und selbst auf kleinsten Balkonen kann hemmungslos drauflos gegrillt werden.
Also, aufhängen, rein mit den Kohlen, Grillrost drauf, dann die Würschtl und zack ist die Grillparty am Laufen. Nach Gebrauch oder falls es mal regnen sollte, kommt der praktische Deckel ins Spiel, der Grill kann also einfach am Balkon hängen bleiben.
Und wenn ihr irgendwann mal Vegetarier werden solltet, könnt ihr Bruce immer noch als normalen Blumen-Balkonkasten verwenden – das ist überhaupt kein Drama!

Auch auf decido können wir mit Bruce aufwarten.

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Ohne-Wörter-Buch: Für Weltenbummler und Sprachlose

Hablas español? Comprendi italiano? Manchmal möchte man irgendetwas ganz dringend sagen und hat keine Worte dafür. Ein Wörterbuch mitzunehmen kann hier nicht schaden. Viel besser als ein normales Wörterbuch ist es aber, das „Ohne-Wörter-Buch“ von Langenscheidt dabeizuhaben. Warum? Erstens: Es ist klein und leicht und passt in jede Tasche. Zweitens: Es funktioniert in jeder Sprache! Abgebildet sind nämlich nur Bilder; hier zieht mal wieder der alte Spruch „Bilder sagen mehr als tausend Worte“. Grundnahrungsmittel, Medikamente, Verkehrsmittel, Wichtiges zum Einkaufen oder Übernachten – ich denke, hier wird der Reisealltag wirklich super abgebildet. So wird zum Beispiel auch in Japan die Kommunkation extrem erleichtert, wo man als gemeiner Mitteleuropäer ohne japanische Sprachkenntnisse ja nun wirklich keine Chance hat und die Japaner ja gerne mit einem lächelnden Nicken antworten, auch wenn sie kein Wort Englisch verstehen. Also ein ganz klarer Kauftipp für alle, die nicht nur Cluburlaub machen, sondern sich in einem fremden Land verständigen müssen – und/oder wollen. In diesem Sinne: Bon voyage!

Schnell noch vor dem Urlaub bestellen: das Ohne-Wörter-Buch von Langenscheidt.

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