Monatsarchive: Oktober 2009

Sag es durch die Blume

Klar, jeder weiß, dass rote Rosen für die Liebe stehen. Das ist ein alter Hut. Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht – all das ist bekanntlich mit den roten Blümchen verbandelt. Aber wer weiß denn schon, was es mit weißen, blauen oder orangenfarbigen Blumen auf sich hat? Genau! Niemand. Deswegen ist es schön, dass es so eine Seite wie www.blumensender.de gibt – hier kann sich der Farb- und Blumenfreak schlau machen: Blaue Blumen (wie zum Beispiel Vergissmeinnicht oder Hyazinthen) drücken Treue und Beständigkeit aus und symbolisieren geheimnisvolle Romantik, les ich da zum Beispiel. Weiße Blumen solltet ihr eurer Freundin nicht schenken, denn sie drücken platonische Freundschaft aus (gut, wenn es eine platonische Beziehung ist, geht das natürlich schon). Und orangenfarbene Blümelein bringen Energie zum Ausdruck, sie stehen für Wärme und Ausdauer – vielleicht sind orangene Nelken also die passenden Blumen für Marathonläufer? Rosa Blumen hätte ich dagegen eher der Großmutter geschenkt – aber nein: sie bringen Zuneigung und Verliebtheit zum Ausdruck, sind also vielleicht nichts für die liebe Omi.

Da haben wir doch schon wieder was gelernt – und da sagt noch einer, das Internet würde die Leute verdummen!
Also: Lasst Blumen sprechen! Aber sich vorher erst mal über die Bedeutung der verschenkten Blumen schlau machen!

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Parfüm online kaufen

Hey ihr da draußen.
Hoffe es geht euch gut. Habt ihr Lust ein bisschen mit mir shoppen zu gehen? (hoffe ja das jetzt ein paar Mädels laut “JA” schreien! Aber ich mach mir da keine Illusionen. Mmmh, am Shoppen gehen kann’s wohl aber eher nicht liegen). Ist auch nicht viel was ich brauch. Mir ist heute morgen mein Eau de Toilette ausgegangen und ich brauch Nachschub. Ist jetzt nicht so, das ich da mal was Neues ausprobieren möchte. Nöö, ich hab da meine feste Marke (heißt “Pure” und ist von Jil Sander). Da alle Läden schon geschlossen haben, probier ich’s heute mal online. Ehrlich gesagt, hab bisher noch nie Dinge des täglichen Bedarfs online eingekauft, obwohl ich sonst eigentlich oft online einkaufe. Gerade für Kosmetik Artikel war bisher immer der Drogeriemarkt um die Ecke die Quelle meiner Wahl (wobei die Auswahl der von mir verwendeten Produkte sehr übersichtlich ist, bin ja schließlich ein Kerl!).

Also los! Ich geh mal auf decido.de, ist ja schließlich mein Brötchengeber. (Mist, die Seite läd mal wieder verdammt langsam, muss morgen mal ein ernstes Wörtchen mit der Technik reden!). Na endlich … so jetzt ins Suchfeld eingeben “jil sander pure” … ok, er hat was gefunden … mmh, die Fläschchen sehen anders aus! irgendwie schmal … oh, jetzt versteh ich, der hat mich in die Damenabteilung verwiesen … mensch, sieht der denn nicht das ich ein Kerl bin! … dummes System … naja ok, ich könnte ja ein Geschenk für eine Frau suchen. Also noch ein Versuch … diesmal such ich nach “jil sander pure men” … Bingo!! … das ist genau das was ich suche … und die 100ml Flasche ist auch dabei. Aber der Preis ist ja wohl ein Fehler … ab 47,50 Euro … im Drogeriemarkt hab ich bisher immer über 60,- Euro dafür bezahlt.

Link zum PreisvergleichMal schauen was der Preisvergleich sagt … ah ja … 3 Angebote stehen zur Auswahl von 47,50 bis 70,- Euro. Von den drei Händlern sagt mir nur Douglas was … dummerweise ist das der teuerste. Der Händler “Rheintraum Kosmetik” will nur 47,50 dafür… ok mit Versand dann 51,45 Euro … naja, immer noch 18 Euro billiger als bei Douglas und 10 Euro billiger als im Drogeriemarkt. Wo ist der Haken frag ich mich? Ich schau mir mal die Händler-Info an … als Zahlungsarten nur Vorkasse und PayPal, das ist sehr dürftig … bei einem Händler bei dem ich noch nie gekauft hab kommt Vorkasse nicht in Frage … aber PayPal ist für mich ok (aber das wird so manch anderer anders sehen). “sofort verfügbar” steht da noch … das ist gut, denn ich hab nichts mehr von dem Zeug … na da kann ich dann morgen früh gleich aus dem Vollen schöpfen (ui ui die Mädels werden begeistert sein!).

Also ich probier’s mal und geh zum Angebot … ok der Preis ist immer noch der selbe … dann auf “Einkaufen” … und dann “zur Kasse”. Ah ok, jetzt kommt das lästige registrieren für Neukunden … Benutzername und Passwort eintippen??? … was denken die sich eigentlich dabei, so ein Schwachsinn, ich will hier nur was kaufen, nicht Benutzer werden! … ah “nur Einkaufen” geht auch, ist mir auch lieber. So dann AGB’s abnicken (ok, die sollte man vorher lesen, aber welcher normale Mensch ließt denn die AGB’s wenn er im Laden um die Ecke was einkauft. Den Mist versteht doch eh keiner!) … Zahlungsweise PayPal … dann Name, Anschrift, Email usw. eingeben …dann “Abschicken” drücken … alles nochmal kontrollieren … sieht gut aus … und dann nochmal “Abschicken”. So jetzt werd ich zu PayPal weitergeleitet … muss mich da anmelden … und den Betrag nochmal bestätigen und dann “weiter” … und fertig!

Ah supi die Bestätigungsemail ist auch schon da. Na das lief ja wie geschmiert. Wie!? … was steht da … Lieferung nach 1-2 Werktagen … war da nicht von “sofort verfügbar” die Rede … ich fühl mich etwas verarscht! Nun gut … müssen die Mädels mich halt morgen stinkend ertragen. Ich hoffe das wird noch was mit der Lieferung vor dem Wochenende … aber obwohl! … es ist ja Halloween … da reicht auch ein bischen Schwefelpulver unter die Axeln. Aber ich werde euch berichten wie das mit der Bestellung dann ausging.

bis denne
Euer Ralf

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Snapy – Insekten fangen leicht gemacht

Wer wie ich ein weiches Herz hat und dazu noch Tierfreund ist, wird den „Snapy“ lieben. Mit diesem coolen Gerät ist es möglich, störende Fliegen, Spinnen oder sonstige schwirrende und umhersausende Tierchen bequem und sicher einzufangen. Das Prinzip ist ganz simpel: Der Snapy besitzt einen langen Griff und vorne einen Schiebemechanismus unter einem durchsichtigen Plastikgehäuse. Insektenfangen ist dann ganz einfach: Nur die Luke öffnen, das Gehäuse über das zu fangende Insekt setzen, Klappe zu – Insekt gefangen! Am besten geht das Fangen natürlich am Fenster oder an der Wand – in der Luft ist es nahezu unmöglich. Dank des langen Griffs kommt man nicht allzu nah an die Insekten ran (es gibt also keine Stech-, Pieks- oder Berührgefahr) und am allertollsten: Da das Fanggehäuse durchsichtig ist, kann man dann ausführlich seinen Fang begutachten und noch so einiges über Wespen, Hummeln oder Fliegen lernen (auch für Kinder ist das höchstinteressant). Dann flugs auf den Balkon damit, Luke öffnen und den gefangenen Brummer freilassen!

Der Snapy gibt einem das schöne Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, schließlich wollen die armen, kleinen Insekten ja auch nur leben. Und dazu kriegt man die Biester noch aus der Wohnung, ohne ekelhafte Zerquetsch-Flecken auf Fenster und Wand zu hinterlassen. Das sollte auch den pragmatischsten unter uns Grund genug sein, den Snapy-Insektenfänger zu benutzen.

Snapy auf decido bestellen

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Neu: decido.de jetzt auf Twitter und Facebook

decido auf twitter und facebookAb sofort hält euch decido über neue Testberichte, Specials und Blogeinträge auch per Twitter oder Facebook auf dem Laufenden.

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Die decido.de-Redaktion freut sich über Fans, Follower, Kommentare und mehr!

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und tschüs!

… denn hiermit verabschiede ich mich aus dem decido Shopping-Blog für einige Zeit in die Elternzeit und bin gespannt, was sich bis zu meiner Rückkehr Neues tut!

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Tupperpartys – einfach “phänomenal”

Eine Tupperparty mal mitgemacht zu haben gehört meiner Meinung nach fast schon zur Allgemeinbildung. Weniger, um die Produkte kennenzulernen, die meiner Erfahrung nach viele der (zugegeben ausschließlich weiblichen…) Gäste sowieso in- und auswendig kennen, sondern mehr als Projekt zur Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene. Ein wenig wie ein Eindringling in eine fremde Welt kam ich mir letzte Woche vor, als ich mal wieder die Ehre hatte eingeladen zu sein und die anwesenden Damen über Eidgenossen, junge Wellen oder die neuen Farben der Sportfreunde diskutieren hörte. Irgendwas muss ja an diesen Produkten dran sein, wenn so viele Frauen so enthusiastisch darüber sprechen!? Gut, das eine oder andere Tupper-Produkt findet sich auch schon bei mir im Küchenschrank, allerdings eher geerbt oder auf einer der Tupper-Partys, zu denen ich in unserere Neubausiedlung bei anderen Mamis schon eingeladen war, als Geschenk abgestaubt. An der Qualität gibt es ja soweit ich das beurteilen kann nichts zu mäkeln, und die lebenslange Umtausch-Garantie wird auch von den anwesenden Damen immer rege in Anspruch genommen. Zur Erleichterung meines Mannes konnte ich mich aber trotzdem von einer finanziell desaströsen Großbestellung bisher fernhalten ;-). Das Design überzeugt mich persönlich ja auch nicht so sehr, umso mehr erstaunte mich zu lesen, dass das Tupperware-Designteam dieses Jahr den Titel „red dot: design team of the year 2009“ bekommen hat. Ein Zitat aus der Begründung: „Einfache, klare Formen in der Bauhaus-Tradition, unverwechselbar und mit höchstem praktischen Nutzwert, sind die Markenzeichen des Tupperware-Designs.“ Oh là là!

Die meistgefallenen Sätze eines Tupper-Abends sind übrigens: „Kann man auch prima nehmen für …“ (wahlweise ist hier Hefeteig, Muffins, Obstsalat, selbstgebackenes Brot, aber auch Schnuller, Tampons, Servietten etc. etc. einzusetzen. Die beste Anekdote: „Die Salatschleuder? Damit kann man auch empfindliche BHs trocknen. Wenn man sie nicht in die Waschmaschine stecken will.“), „Da möchte ich wirklich nicht mehr drauf verzichten“ und „Gab’s das nicht früher in gelb?“ (hier wahlweise grün, rot, lila…). Im Internet gibt es natürlich reichlich Stoff für Tupperware-Fans und -Verachter. Facebook hat unter dem Stichwort Tupperware alleine 452 Seiten zu bieten, und bei allen kann man „Fan“ werden (die erfolgreichste hat immerhin 8703 Fans, das heißt, Facebook-Mitglieder, die Neuigkeiten auf der Seite lesen möchten). Extrem ätzende Texte, verfasst von Männern, die zu Tupperpartys „gezwungen“ wurden, finden sich auch reichlich. Und hier gibt es noch einige sehr nette Fotos der ersten Tupperpartys aus den 50er Jahren in Amerika. Macht euch selber euer Bild.

Und hier: Aunt Barbara, erfolgreiche “Tupperin” in den USA …

Übrigens: nicht zuletzt gibt es Tupperware auch auf decido.

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Arkham Asylum – ein rundum gelungenes Action-Adventure

So dann und wann kommt ein Spiel raus, von dem man zwar weiß, dass es einem gefallen wird, das einem aber dann in seiner Gesamtheit doch von den Socken haut. Bei dem plötzlich alles stimmt. Bei dem man seinen Glauben an die Spiele-Industrie kurzzeitig wiederfindet. So ein Spiel ist Batman: Arkham Asylum.
Schon des Öfteren wurde versucht, den dunklen Ritter als glaubhafte Videospiel-Figur umzusetzen. Bis jetzt sind alle Versuche kläglich gescheitert. Am besten geglückt ist noch die Lego-Versoftung (und das sagt ja schon einiges), doch auch die hat den Charakter und die düstere Atmosphäre natürlich nicht transportieren können. Dies gelingt dem neuen Spiel von Eidos aber vollkommen: Durch die Wahl des Irrenhauses als Setting ist von vorneherein klar, dass es düster und bedrohlich wird – schließlich ist das Arkham Asylum ein uralter und riesiger Gebäudekomplex (Comic-Freunde sollten sich übrigens mal die literarische Vorlage anschauen).

Doch das Setting ist bei einem Spiel natürlich nur ein Aspekt. Grafik und Gameplay sind ebenso wichtig. Und auch in diesen beiden Punkten überzeugt das neue Batman-Spiel. Die Grafik ist ebenso düster und passt sich damit dem Setting ideal an. Und die geschmeidige Steuerung des dunklen Ritters braucht kaum Einspielzeit und geht schon nach wenigen Spielminuten in Fleisch und Blut über. Zusammen mit den coolen Gegnern wie dem witzereissenden Joker, dem monströsen Croc oder dem angsteinjagenden Scarecrow und den vielfältigen Aufgaben, die es zu erledigen gilt, um den Joker und seine Meute zu stoppen, entwickelt sich so ein aufregendes Game, das den Spieler für viele Stunden ans Gamepad fesselt.

Coole Features wie das Anschleichen und das Ausschalten der Gegner aus dem Hinterhalt, das Aufspüren von gut versteckten Geheimnissen, das Lösen von Riddler-Rätseln oder die vielen Kampf-Gimmicks von Batman tragen zum gelungenen Gameplay bei. Auch toll: Die Rollenspiel-ähnlichen Erfahrungspunkte, die man für ausgeschaltete Gegner und gelöste Rätsel bekommt und mit denen Batman bessere Ausrüstungsgegenstände oder Kampftechniken „kaufen“ kann. Zudem ist die Synchronisation auch sehr gut geraten (leider nicht immer selbstverständlich) und mit der Synchronstimme vom „neuen“ Batman Christian Bale kommt noch mal richtig viel Atmosphäre rüber.

Kurz: hier ist jeder richtig, der Action sucht, sich aber auch über Rätsel und Grübeleien freut. Super Grafik + super Gameplay + super Story ergibt ganz klar ein super Spiel.

Arkham Asylum für PS3 auf decido

Arkham Asylum für XBOX 360 auf decido

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YES! Das YES-Torty ist zurück (wer hat nicht darauf gewartet?)

Es ist ja nicht so, dass es im Süßigkeitenregal an Auswahl mangeln würde. Im Gegenteil, die Auswahl ist riesig und unübersichtlich, und immer mehr neue Produkte mit teils unaussprechlichen Namen wie „Milka Amavel“ oder „Ferrero Rondnoir“ tauchen auf (und teilweise auch schnell wieder ab ;-) ) und buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Welche Marke oder welches Produkt es da schafft, dauerhaft in Erinnerung zu bleiben, hat meiner Meinung nach schon was gekonnt. YES Torty ist so eine. Ob man es mag oder nicht, ob man die Werbung gut fand oder nicht – man erinnert sich daran. An das Mädel, das seinen Geburtstag in einem verregneten Zelt feiern muss – und von ihrem Liebsten eine kleine YES Torty mit Kerze als stimmungsaufhellende Mini-Überraschung erhält. Gebt es zu – wer hat schonmal so ein Törtchen mit Kerze selber verschenkt? Übrigens, das hätte ich nicht gedacht: Das Produkt und die zugehörige Werbung gibt es schon seit 2003 nicht mehr auf dem Markt! 2007 und 2008 gab es jeweils im Herbst die YES Tortys kurzzeitig im Handel wieder zu kaufen. Und auch 2009 ist so ein Revival-Jahr. Aufgrund des großen Erfolgs der letzten Jahre, so Nestlé in einer Presseerklärung. Warum jedoch Nestlé, wenn das Comeback seit zwei Jahren so erfolgreich ist, die Marke nicht wieder komplett einführt, bleibt mir ein Rätsel… egal, der Nostalgie wegen werde ich ein Paket kaufen.

P.S. Die im Werbespot beworbene Webadresse yes-torty.com gibt es leider nicht mehr …

Süßes gesucht? Dann ab zu decido.de

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Verblendung als Buch und im Kino – Spannung pur

Auch ich habe, ebenso wie Abermillionen andere, die Millenium-Trilogie des verstorbenen schwedischen Schriftstellers Stieg Larsson gelesen. In den drei Büchern geht es um Mord, Korruption, Wirtschaftskriminalität, Computercracks, fiese und sadistische Verbrecher und andere schlimme Dinge. Vor allem aber geht es um die beiden Hauptcharaktere Mikael Blomquist und Lisbeth Salander. Jetzt wurde der erste Band verfilmt und läuft seit Anfang Oktober bei uns im Kino: “Verblendung” (im Original lautet der Titel durchaus treffender „Männer, die Frauen hassen“).

Meine Neugier auf die Verfilmung war groß, also nichts wie rein in den zweieinhalb Stunden langen Film. Ich möchte nicht zuviel von der Handlung verraten, also ganz kurz: Im Prinzip geht es um den knapp 50-jährigen Journalisten Mikael Blomquist, der vom reichen Industriellen Henrik Vanger angestellt wird, herauszufinden was mit Vangers Nichte Harriet, die vor 40 Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand, passiert ist. Zur Hand geht Blomquist die etwas verhaltensgestörte (vielleicht Autismus?) aber geniale Lisbeth Salander, eine Mittzwanzigerin, die für eine Überwachungsfirma arbeitet.

Gerade die Figur der Lisbeth Salander ist im Buch sehr überzeugend dargestellt und auch äußerst interessant in ihren vielen widersprüchlichen Facetten. Das fängt bei Äußerlichkeiten wie ihrem riesigen Drachentatoo auf dem Rücken an, geht über die vielen Piercings und die Punkerklamotten weiter und endet in ihrem Misstrauen gegenüber allen ihren Mitmenschen. Hier war ich sehr gespannt, wie dieser extreme Charakter im Film rüber kommt. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht: Die Schauspielerin, die die Lisbeth spielt (Noomi Rapace) kommt meiner Vorstellung der Buchfigur sehr nahe. Ebenfalls positiv: Die etwas langweiligen Wirtschaftsverstrickungen, die im Buch doch recht ausführlich behandelt werden, sind in der Verfilmung zum Glück deutlich abgespeckt worden. Immer noch verwirrend sind aber die Familienverhältnisse der Vangers: Ich weiß nicht, ob ein Nicht-Leser des Buches da im Kino nicht kleinere Probleme kriegt. Im Buch kann man ja immer mal wieder zurückblättern und außerdem ist dort glücklicherweise ein Familienstammbaum beigelegt.
Ansonsten wurde die ganze Geschichte etwas vereinfacht und stringenter gemacht, aber das muss bei einer Verfilmung ja passieren – besonders wenn die Buch-Vorlage über 700 Seiten besitzt. Ein paar Sachen wurden auch noch geändert, aber nicht so viel, dass es stören würde.

Alles in allem hält sich der Film dann doch recht eng an die Vorlage – so eng, dass es für mich nicht besonders spannend war, weil ich alles schon wusste und durch nichts im Film überrascht werden konnte. Trotzdem kann ich ihn empfehlen: Wer das Buch noch nicht gelesen hat, erlebt einige drastische Schockmomente und überraschende Wendungen in der Handlung. Und es ist mal was anderes als der hundertste Wallander-Krimi.

Die beiden anderen Bände der Trilogie sind auch schon verfilmt, der zweite Teil kommt im Februar 2010 zu uns ins Kino. Ich werd mir die Fortsetzungen wohl auch anschauen, denn gut gemacht sind die Filme auf jeden Fall.

Verblendung als Taschenbuch auf decido.

Verblendung als Hörbuch auf decido.

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