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Der Fänger im Roggen – ein Klassiker der modernen Literatur

J.D. Salinger, der Autor von Der Fänger im Roggen ist vor kurzem gestorben. Salinger war ein mysteriöser Kerl und Der Fänger im Roggen sein einziger Roman. Er hat zwar noch einige Kurzgeschichten und Novellen (die auch empfehlenswert sind, aber lange nicht so erfolgreich wie sein Roman) geschrieben, Der Fänger im Roggen von 1951 ist aber sein Hauptwerk (ein magnum opus mit gerade mal knapp 200 Seiten). Der Fänger im Roggen handelt vom 16-jährigen Holden Caulfield, der die Schule schwänzt und drei Tage lang durch Manhattan streift, weil er sich nicht nach Hause traut. Als Der Fänger im Roggen 1951 erschien, wurde es recht positiv aufgenommen. Mit den Jahren wuchs es immer mehr zum Klassiker, der an Schulen und Universitäten ununterbrochen gelehrt und untersucht wurde. Da Der Fänger im Roggen nicht mit Umgangssprache und Schimpfwörtern sparte, gehörte das Buch auch immer mit zu den meist zensierten Büchern in den USA.

Ein Grund für die stetig wachsende Popularität von Der Fänger im Roggen war neben dem zeitlosen Thema des heranwachsenden und an seiner Umwelt zweifelnden Jugendlichen und dem Verlust der Unschuld auch die unwahrscheinliche Zurückgezogenheit von J.D. Salinger: Dieser gab kaum Interviews, war überhaupt nicht in den Medien präsent und einer der geheimnisumwittertsten Autoren des 20. Jahrhunderts (nur noch getoppt von Thomas Pynchon, von dem nicht mal ein Bild existiert, das neuer als 40 Jahre ist). Verfilmt wurde Der Fänger im Roggen übrigens nie, Salinger hatte zu hohe Ansprüche und vertraute Hollywood nicht.

Scheinbar lagen noch ganz viele fertige Manuskripte in Salingers Schublade, von denen einige bestimmt posthum veröffentlicht werden. Ob allerdings ein Klassiker vom Schlage Der Fänger im Roggen dabei sein wird, ist fraglich. Für alle, die Geschichten übers Erwachsenwerden mögen, ist Der Fänger im Roggen aber weiterhin Pflichtlektüre.

'One Response to “Der Fänger im Roggen – ein Klassiker der modernen Literatur”'
  1. Simon Becker sagt:

    Dieses Buch ist einfach super. Er ist nicht so lang aber trötzdem anspruchsvoll (Länge bedeutet nicht Qualität). Es so gut geschrieben, dass die Geschichte einfach und fliessend ist.
    Kann ich nur empfehlen!

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