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Was ist der Unterschied zwischen Champagner und Sekt?

Zu festlichen Anlässen wird gerne mit Schaumweinen angestoßen. Ob man nun Sekt oder Champagner wählt, bleibt eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels – je exklusiver der Anlass und dessen Gäste, desto eher tendiert man zum Champagner. Obwohl sich die beiden alkoholischen Getränke auf den ersten Blick sehr ähneln, muss trotzdem ganz klar zwischen Sekt und Champagner unterschieden werden.

Die Region Champagne: hier gilt der Markenschutz

Champagner ist ein Schaumwein, welcher in einem weltweit einmaligen Gebiet namens „Champagne“ in Frankreich, auf einer Fläche von ca. 33.500 Hektar, angebaut und gekeltert wird. Kreidegestein im Boden und ein kühles Klima bieten hervorragende Voraussetzungen für die weißen Champagner-Trauben. Ausschließlich Sekte, welche in dieser Region angebaut werden, dürfen Champagner genannt werden. Der Begriff ist markenrechtlich geschützt. Champagner-Flaschen weisen die Ursprungsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Contrôlée) auf.

Herstellung und Rebsorten

Dank der hohen Qualität ist der Champagner der edelste und häufig auch der teuerste Schaumwein. Er wird nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert. Dazu gehören beispielsweise eine vorgegebene Pflanzendichte und eine schnelle und schonende Pressung. Die Herstellung muss traditionell durchgeführt werden. Die hohen Qualitätsstandards des Champagners werden nicht nur durch den Produktions-, sondern auch durch den Reifungsprozess erzielt. Champagner lagert mindestens 15 Monate, Jahrgangschampagner sogar drei Jahre.

Der weiße Chardonnay, Pinot Noir (roter Spätburgunder) und Pinot Meunier (roter Schwarzriesling) sind die einzigen Rebsorten welche für die Herstellung von Champagner zugelassen sind. Sie geben dem Champagner seinen eigenen Charakter.

Sekt in Deutschland – Cava in Spanien – Spumante in Italien

Das Wort Sekt, welches vor allem im deutschsprachigen Raum verwendet wird, stammt aus dem Lateinischen „Siccus“ und bedeutet trocken. Sekt ist ein Schaumwein, welcher mindestens zehn Volumenprozente beinhalten muss. Eine weitere Vorschrift besagt, dass der Grundwein und die Dossage aus dem gleichen Anbaugebiet kommen müssen. Der Zuckergehalt ist ausschlaggebend für die verschiedenen Geschmacksrichtungen, die beispielsweise süß, halbtrocken oder herb sein können.

Prosecco

Prosecco unterscheidet sich in der Regel kaum in der Herstellung vom normalen Sekt. Entscheidend ist lediglich die Rebsorte, die aus der norditalienischen Provinz Treviso stammt. Es gibt ihn als Schaumwein (Prosecco spumante), Perlwein (Prosecco frizzante) oder Stillwein (Prosecco tranquillo).

Fazit: Champagner ist also durchaus etwas Besonderes. Die feinen Perlen entwickeln sich natürlich während des Reifeprozesses. Beim Sekt werden diese nämlich am Ende zugesetzt. Champagnerperlen sind zwar zart, sie schäumen aber dennoch mit einem Druck aus der Flasche, den ein herkömmlicher Sekt niemals erreichen könnte.

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