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Joy Division – Klassiker des Dark Wave

Es passiert selten, dass eine Band, die nur ein paar Jahre existierte und die es schon seit 30 Jahren nicht mehr gibt, immer noch nicht aus dem musikalischen Langzeitgedächtnis vieler Menschen verschwunden ist. Joy Division haben in den der kurzen Zeit ihrer Existenz nur zwei Alben veröffentlicht und auch mit denen damals Ende der 70er Jahre keine Riesenerfolge feiern können. mehr

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Genesis auf DVD: Klassiker des Prog-Rocks

„Wie, Genesis, das ist doch diese Pop-Hitmaschine aus den 80er und 90er Jahren mit Phil Collins als singendem Schlagzeuger? Denen man damals im Radio nicht entkommen konnte? Nee danke!“ So oder ähnlich ist bei vielen die Reaktion, wenn man auf Genesis zu sprechen kommt. Dabei ist das ja nur die eine Seite der britischen Band: Die andere beginnt schon in den 60ern und wird in den 70ern aufregend und höchst interessant. mehr

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Loriot – Vollständige Fernseh-Edition

So, Weihnachten ist überstanden. Habt ihr alle schöne Geschenke bekommen? Hat der Gänsebraten geschmeckt? Sind alle Weihnachtsplätzchen vertilgt? Also gut, dann ist es an der Zeit, wieder etwas für die Muskeln zu tun. Fangen wir mal leicht an und nehmen die Lachmuskeln – die müssen ja auch trainiert werden, sonst verkümmern die.

Mein Tipp: Holt euch ganz schnell die DVD-Box Loriot – Die vollständige Fernseh-Edition. Auf sechs DVDs wird hier das ganze Schaffen von Loriot dargestellt, von seinen ersten TV-Sendungen in den 60ern, über die „goldenen Jahre“ der 70er bis zu vielen Fernseh-Specials zum Geburtstag etc. Dazu massig Bonus-Material, private Einblicke in sein Leben und sage und schreibe 50 noch nie veröffentlichte Skteche. Eine wirkliche Fundgrube für jeden Humor- und natürlich Loriot-Fan.

Wunderbare Sketch-Klassiker wie „Die Nudel“ („Bitte sagen Sie jetzt nichts, Hildegard“), „Der Vertreter Besuch“ („Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann“) oder „Die Steinlaus“ („Das possierliche kleine Kerlchen“) sind auch nach all den Jahren immer noch unübertroffen. Loriot war und ist ein Meister des feinen Humors und der Lakonik – er konnte aber auch total albern sein („Ich wünsch mir ne kleine Miezekatze für mein Wochenendhaus”, sang der Hund Wum). Mit der Vollständigen Fernseh-Edition habt ihr viele Stunden lang Spaß, zum Wiedersehen, zum Wiederentdecken oder, für die Spätgeborenen, zum Neuentdecken (ihr Glücklichen!). Viel Spaß dabei!

PS: Die beiden Kino-Filme von Loriot sind hier nicht enthalten. Ödipussi und Pappa ante Portas müsst ihr einzeln kaufen.

PPS: Wer noch nicht genug von Weihnachten hat, kann ja mal bei den Hoppenstedts reinschauen:

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Intelligente Knete – der zersplitternde Gummiball

In den 70er Jahren gab es viele schöne Dinge, eins davon war die Glibbermasse „Slime“: Schön giftgrün und schleimig konnte man damals so manches Mädel damit ekeln. Wie komme ich jetzt auf  Slime? Ganz einfach: Vor mir liegt eine Dose mit sogenannter „intelligenter Knete“ und wenn ich in das Döslein reinschau, leuchtet mir ein wunderbares Giftgrün entgegen. Damit enden aber schon die Parallelen zum guten, alten Slime. Denn weder ist die Knete so dünnflüssig wie Slime noch riecht sie so streng nach irgendwelchen giftigen Chemikalien – das ist doch schon mal super!

Warum wird das Zeug jetzt aber „intelligent“ genannt? Kann sie sprechen? Oder Mathematikaufgaben lösen? Nöö, leider ist die Knete doch nicht ganz so schlau, aber immerhin: Sie hat einige ungewöhnliche Fähigkeiten. Zum Beispiel ist sie einerseits dehnbar wie ein Kaugummi, andererseits verfügt sie, wenn man sie zu einer Kugel formt, über Gummiball-ähnliche Hüpf-Fähigkeiten. Saubere Sache und ziemlich witzig und überraschend. Was kann sie noch? Es gibt Knete, die im Dunkeln leuchtet, es gibt magnetische Knete, es gibt Knete, die ihre Farbe beim kneten verändert (so wie meine, die durch schönes Durchkneten von Giftgrün zu einem hellen Gelb wechselt – deswegen trägt diese Knete auch den Namen „Chamäleon“), die Knete zersplittert wie Porzellan oder lässt sich wie Papier auseinanderreißen. Also das konnte mein Slime früher in den 70er-Jahren nicht! Ich bin begeistert!

Normalerweise denkt man ja, Knete ist eher was für Kinder, doch diese hier zielt ganz klar auf einen erwachsenen Markt ab. Stressabbau im Büro, das Anstoßen von Kreativität – solche dollen Sachen soll die Knete bewerkstelligen. Und tatsächlich: Ich nehme das Zeugs einfach immer wieder gern in die Hand, modelliere Hüpfbälle, forme es wieder um und lasse es dann wieder liegen. Ob ich damit jetzt kreativer werde, wird sich zeigen. Aber auch meine Kollegen gucken neidisch auf die grüne Masse und wollen selbst Hand anlegen. Finger weg – meins!

Also, ich würde sagen: Die intelligente Knete hat ihr selbst gestecktes Ziel ganz klar erreicht. Jetzt kommt es nur noch drauf an, was der Zahn der Zeit mit der Knete anstellt – ich hoffe, ich kann noch lange mit dem grünen Zeug rumbasteln.

Hier gibt’s auch Knete, allerdings nur die altertümliche, dumme Knete.

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Sea Monkeys – die Fabelwesen aus der Retorte

Als Kind waren sie für mich fast unerschwinglich: In Comic-Magazinen wie Micky Maus oder Fix & Foxi wurde mit schicken Anzeigen für sie geworben: Die „Super Sea Monkeys“! Ein „Wunder der Natur“! Spaßig herum tollende, kleine Wesen, die immer lächelnd und gut gelaunt durchs Wasser brausen, „lustige Wasserclowns“, die herumschwimmen und „miteinander spielen“. Und das alles für nur 5 DM! In den 70er-Jahren als kleiner Clausi hatte ich aber leider keine fünf Öcken übrig, so blieb dieser Traum dann – traurig, aber wahr – immer unerfüllt. Später erfuhr ich allerdings, dass die Sea Monkeys auch gar nicht so aussahen wie auf den Werbebildchen, sondern nur kleine Salzkrebslein waren, die eben gar nichts affenartiges aufwiesen – dann ging auch das Interesse rapide in den Keller. Da halfen auch die Urzeitkrebse nichts, die dann und wann bei Yps als Gimmick beilagen.

Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt sie immer noch! Kurz im Internet gesucht und schon findet man die entsprechenden Seiten. Heutzutage ist das mit dem Preis natürlich kein Problem mehr, wenngleich die kleinen Seeäffchen auch etwas teurer als in den 70er-Jahren geworden sind. Aber für knapp 20 Euro bekommt man jetzt ein Komplett-Set bestehend aus Seeäffchen, Futter und sogar Aquarium (naja, ein kleines Plastikbehältnis halt, mehr ist’s nicht). Ob die Kinder heutzutage auch noch auf so was abfahren? Oder sind sie dafür zu abgebrüht und wollen lieber Videogames spielen? Ich weiß es nicht, aber wer heute oder auch damals mit den kleinen Krebs-Kerlchen Erfahrungen gemacht hat, darf sie gerne hier posten.

Hier gibt’s Urzeitkrebse: Zwar nicht ganz das gleiche wie die Sea Monkeys, aber auch interessant.

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Polaroid Kameras – Retro ist modern

Retro ist ja bekanntermaßen in. 80er Jahre Mucke, Mode aus vergangenen Jahrzehnten, vergessene Kuriositäten – alles kommt einmal zurück. Manches war aber nie weg, obwohl es eigentlich seine Daseinsberechtigung verloren hat. Die Polaroid Kamera ist so ein Fall: In den 70er Jahren waren diese lustigen Sofortbildkameras der Renner. Erst knipsen, dann raaatsch kommt das Bild rausgefahren, kurz gewartet und schon ist das Teil entwickelt. Damals machte es nichts aus, dass die Bilder immer einen leichten Braunstich hatten und sie auch nicht nach gemacht werden konnten. Es war einfach ein Gimmick, das in die Zeit passte. Mit den Jahren schwand aber das Interesse an der Polaroid Kamera – so sehr, dass die letzte Fabrik, die die Filme herstellte, im Jahr 2008 dicht machen musste. Aber irgendwie war in bestimmten Kreisen diese altehrwürdige Kamera doch noch ein Thema. Künstler und Foto-Freaks schwärmten von der Einzigartigkeit der Polaroid-Bilder. Jetzt soll in der ehemaligen Polaroid-Fabrik in Holland die Produktion wiederbelebt werden. Im Jahr 2010 sollen wieder 3000 Stück in der Stunde hergestellt werden – zum Vergleich: Von 1975 bis zum Produktionsstopp 2008 wurden 1,6 Milliarden Filme auf die Menschheit losgelassen.
So ganz kann ich das allerdings nicht nachvollziehen. Aber ich gehöre wahrscheinlich auch nicht zur Zielgruppe für die Einweg-Bilder und kann mit dem Retro-Charme der Polaroid eben nichts anfangen. Die Polaroid-Jünger können sich aber auf jeden Fall freuen, die Retro-Zukunft ist gesichert.

Von Polaroid selbst gibt es übrigens zwei lustige Nachfolgeprodukte: Einmal den PoGo, einen Minidrucker, den man an das Handy anschließen kann, um dann Bilder auf selbstklebender Folie auszudrucken. Und die Polaroid Two, eine Digitalkamera, die auch Bilder ausdrucken kann.

Viel Spaß beim Fotoausdrucken!

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Früher war alles besser!

Wie oft hat man diesen Spruch schon von Eltern oder Großeltern gehört! „Jaja“, konnte man da nur genervt antworten, „dafür gab’s auch noch keinen Strom oder warmes Wasser!“ Leider ist es bei mir jetzt so, dass ich diesen Senf schon selber vom Stapel lasse.

Wenn ich nur an das Fernsehprogramm für Kinder und Jugendliche denke, kommt mir das kalte Grausen: Ganz viel Schatten und ganz wenig Licht. Tja, früher war eben alles besser: Da gab’s den Wickie, die Biene Maja, Nils Holgersson, Heidi und von mir aus noch Pinocchio. Konnte man alles problemlos anschauen und kann man selbst heute noch mit Spaß gucken. Oder wie wär’s mit den Astrid Lindgren-Verfilmungen? Pippi, Michel, Saltkrokan und viele mehr. Alles auch heutzutage noch Spitzenunterhaltung. Ok, es ist heute nicht alles schlecht: die Simpsons oder Futurama bilden die Speerspitze des fast schon intellektuellen Trickfilms. Spongebob hat beinahe philosophische Tiefen und Southpark könnte auch von deutschen Surrealisten der 20-Jahre gedreht worden sein. Zwischen diesen Highlights läuft aber so viel Schrott, dass es einem das TV-Glotzen ganz allgemein verleidet. Wie gut, dass es DVDs gibt! Und dass immer mehr alte Serien aus den 60-er, 70-er oder 80-er Jahren wieder aufgelegt werden. Denn lieber schau ich zum zehnten Mal Catweazle an als irgendeine doofe Teenie-Sitcom aus den USA oder japanisches Monstergeschnetzel. Ohohoh, die armen jungen und Junggebliebenen von heute! Diesmal stimmt das Klischee tatsächlich: Früher war alles besser!

Hier ein paar Tipps, um vergangene Fernseherlebnisse aufzufrischen:

Wickie und die starken Männer

Die Biene Maja

Pippi Langstrumpf

Michel aus Lönneberga

Catweazle

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