Ratgeber Digitalkameras – Lexikon
Lexikon – Hilfreiches Wissen zum Thema Digitalkamera-Kauf
Sie haben sich dazu entschieden, eine Digitalkamera zu kaufen, wissen aber nicht, auf was Sie beim Kauf achten sollen? Egal, ob Sie sich schon mit Digitalkameras auskennen oder das noch totales Neuland für Sie ist - wir helfen Ihnen! Mit den folgenden Informationen unterstützen wir Sie beim Kauf.
- In der Rubrik Wissensfundament und Ausstattung finden Sie alles Wissenswerte rund um Digitalkameras. Mit diesem Wissen ist die bevorstehende Neuanschaffung ein Kinderspiel!
- In der Rubrik Experten-Tipps finden Sie zusätzlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Kaufkriterien sowie weitere nützliche Informationen zum Thema Digitalkamera.
- Abgerundet wird das Ganze durch das Glossar, hier werden Fachbegriffe einfach erklärt.
Inhalt
Wissensfundament
Welche Kamera passt zu Ihnen?
Scharfe Bilder ...
Bildausschnitte im Detail ...
Mini oder Maxi ...
Was darf sie kosten ...
Die bekanntesten Hersteller ...
Ausstattungsmerkmale und Funktionen
Technik, die begeistert ...
Gut gerüstet ...
Bilder wie vom Profi ...
Experten-Tipps
Kaufkriterien
Zusatzinformationen
Glossar
Der Markt bietet wahnsinnig viele Angebote im Bereich Digitalkameras. Kein Wunder - schon nach wenigen Sekunden kann ein digitales Foto angesehen, ausgedruckt oder per E-Mail in alle Welt verschickt werden. Um bei der richtigen Wahl der Kamera den Überblick nicht zu verlieren, haben wir Ihnen das Wesentliche in den unterschiedlichen Wissensrubriken zusammengefasst.
In der Rubrik Wissensfundament helfen wir Ihnen bei der Auswahl der geeigneten Kamera und im Weiteren können Sie sich über die gängigsten kameraspezifischen Details informieren.
Welche Kamera passt zu Ihnen?
Mit dem Kauf einer Digitalkamera entscheiden Sie sich für ein Wunderwerk der Technik, das ohne lichtempfindlichen Film und ohne lange Entwicklungszeiten auskommt. Bei einer Digitalkamera werden die Bilddaten über einen
„Bildsensor” aufgenommen und in Bildpunkte (Pixel) umgewandelt. Diese Informationen werden dann auf einer Speicherkarte in der Kamera gespeichert. Per
„USB” können die so gespeicherten Bilder auf den Computer übertragen und bearbeitet werden.
So viel zur Technik - Aber welches digitale Fotowunder passt zu Ihnen?
| Typ | Digitale Kompaktkamera | Digitale Bridgekamera | Digitale Spiegelreflexkamera |
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| Beschreibung | Günstige und einfach zu bedienende Kamera, zum gelegentlichen Fotografieren. | Qualitativ und preislich ein Übergangsmodell zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera. | Digitale Spiegelreflexkameras bieten die beste Bildqualität unter allen Digitalkameras. |
| Für wen? | Für den Gelegenheits-Fotografen: Schnappschüsse von Urlaub und Familie. | Für den Hobby-Fotografen: Mehr als nur Schnappschüsse. | Für Künstler und Fotografen: Die volle gestalterische Freiheit. |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Scharfe Bilder ...
Im Allgemeinen gilt für optimale Bildergebnisse:
- Wenn Sie fürs Internet fotografieren, kommen Sie mit einer geringen „Auflösung” aus.
- Sobald Sie Bilder ausdrucken oder bearbeiten möchten, ist eine „Auflösung” von mindestens 3 Megapixeln empfehlenswert.
- Möchten Sie auch größere Abzüge Ihrer Bilder (ab A4) machen, sollten es mindestens 5 „Megapixel” sein.
Bildausschnitte im Detail ...
Der Zoom ermöglicht das Vergrößern von Bildausschnitten, ohne sich von der Stelle bewegen zu müssen. Es wird zwischen einem optischen und digitalen Zoom unterschieden.
- Mit dem optischen Zoom kann die „Brennweite” des Objektivs verstellt werden. Auf diese Weise kann ein Bildausschnitt vergrößert oder verkleinert werden. Bei dieser Art des Zooms entstehen keine Qualitätsverluste, da die „Auflösung” beibehalten wird.
- Beim digitalen Zoom wird der Bildausschnitt nur elektronisch auf dem Sensor vergrößert. Allgemein wird von „Interpolation” gesprochen. Die so entstehende Vermehrung der Bildpixel führt zu merkbarem Qualitätsverlust.
Mini oder Maxi ...
Ohne Zweifel ist beim Kauf einer Kamera die Technik das Allerwichtigste. Unterschätzen Sie trotz allem nicht die Handlichkeit. Jede Kamera liegt anders in der Hand und daher sollten Sie unbedingt testen, ob Sie mit der Kamera Ihrer Wahl zurechtkommen. Kleine Geräte lassen sich zwar wunderbar verstauen, können aber bei der Bedienung für Probleme sorgen. Testen Sie daher:
- Liegt die Kamera gut in der Hand?
- Lassen sich die Bedienelemente, allen voran der Auslöser, gut bedienen?
- Ist das Gewicht der Kamera in Ordnung?
- Bedienen Sie lieber über Tasten oder ein Menü?
Was darf sie kosten ...
Auschlaggebend für den Preis sind Ihre Wünsche und die Anforderungen an die Kamera.
- Digitale Kompaktkameras mit guter Ausstattung liegen bei ca. 170 bis 350 Euro.
- Digitale Bridgekameras liegen zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras bei ca. 300 bis 500 Euro. Highend-Modelle können dennoch bis zu 900 Euro kosten.
- Digitale Spiegelreflexkameras liegen bei ca. 600 bis 6.000 Euro (hier entstehen aber meist noch Nebenkosten für diverses Zubehör, weitere Objektive und externe Blitzgeräte).
Die bekanntesten Hersteller ...
Hier eine Auswahl der bekanntesten Hersteller für Digitalkameras in alphabetischer Reihenfolge.
- Canon, Casio, Fujifilm, Kodak, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax, Samsung, Sony
In dieser Rubrik können Sie Ihr Wissen im Bereich Digitalkameras erweitern und auch mit einer Kompaktkamera mit Profi-Wissen glänzen. Für den geübteren Fotografen ist sicher ebenfalls der ein oder andere hilfreiche Hinweis dabei.
Technik, die begeistert ...
Was können aktuelle Digitalkameras und worauf sollten Sie beim Kauf achten? Das und mehr erfahren Sie jetzt.
- SD-Speicherkarten (Secure Digital) und SDHC-Speicherkarten (Secure Digital High Capacity)
- Compact Flash-Speicherkarten (CF) - Vor allem in Spiegelreflexkameras.
- xD Picture Card
- Memory Sticks (MS)
Gut gerüstet ...
Vor allem bei Spiegelreflexkameras spielt die Ausrüstung eine große Rolle und räumt so manchen Geldbeutel leer.
- Standard-Objektive decken üblicherweise Brennweiten zwischen 28 und 90 mm ab und eignen sich optimal als so genanntes 'Immer-drauf'. Besonders bei mobilen Einsätzen entfällt mit ihnen in der Regel der Objektiv-Wechsel, da Bilder bis hinein in den gemäßigten Tele-Bereich geschossen werden können.
- Tele-Objektive ermöglichen das näher Heranholen oder weiter Wegrücken von Objekten. Sie decken in der Regel Brennweiten zwischen 70 und 300 mm ab. So genannte 'Superzooms', die vor allem in der professionellen Sport- und Naturfotografie zum Einsatz kommen, erreichen sogar Brennweiten bis 1200 mm bei entsprechend hoher Lichtstärke.
- Weitwinkel-Objektive haben einen größeren Blickwinkel als Standard-Objektive. Bei gleichem Abstand vom Objekt bekommt der Fotograf mehr aufs Bild. Zudem lässt sich durch den Einsatz von Weitwinkel-Objektiven räumliche Tiefe plastischer darstellen. Es wird der Eindruck vermittelt, dass sich Entferntes noch entfernter befindet, als es in der Realität der Fall ist. Der Weitwinkel-Bereich deckt Brennweiten von 28 mm bis ca. 20 mm ab, ab 19 mm und darunter spricht der Fachmann von Superweitwinkel-Objektiven.
- Fisheye-Objektive sind Spezial-Objektive, die in der Regel nur von ambitionierten Hobby-Fotografen und Profis verwendet werden. Das Resultat wirkt, als sähe der Fotograf durch ein Bullauge. Die Perspektive ist verzerrt, der Blickwinkel stark erweitert (180 Grad). In der Regel gibt es Fisheye-Objektive mit Brennweiten zwischen 15 und 17 mm. Neben diesen so genannten Vollformat-Fisheyes gibt es zirkulare Fisheyes mit Brennweiten bis 8 mm. Diese ergeben ein kreisrundes Bild.
- Makro-Objektive ermöglichen das Erhöhen des Abbildungsmaßstabs (bis hin zu 1:1), während sich die Naheinstellgrenze verringert. Das heißt, der Fotograf kann näher an das Objekt herantreten und erhält eine größere Abbildung kleiner Objekte. 'Echte' Makro-Objektive sind immer Festbrennweiten (in der Regel 50 und 100 mm) und zeichnen sich durch eine große Schärfentiefe und hohe „Abbildungsleistung” aus.
- Objektive mit Bildstabilisator sorgen dafür, dass Bilder in der Regel selbst in extremen Situationen (Langzeitbelichtung, schlechte Lichtverhältnisse, große „Brennweite” etc.) ohne den Einsatz eines Stativs scharf werden. Es kommt also weniger häufig zu Verwacklungen als bei Objektiven ohne Bildstabilisator. Bei manchen Kameras, wie den Spiegelreflexmodellen von Pentax und Samsung, ist die Bildstabilisation im Gehäuse integriert, was die Kosten für Objektive verringert. Bei Canon oder Nikon kann der Fotograf selbst entscheiden, wie viel Geld er für ein „Objektiv” ausgeben möchte. Objektive mit „Bildstabilisator” sind immer teurer als Objektive ohne.
Bilder wie vom Profi ...
Um professionelle Fotos zu machen, kommt es nicht nur auf die richtige Kamera an, sondern auch auf die richtige Vorgehensweise.
- JPEG oder JPG (Joint Photographic Experts Group) ist ein Verfahren zur verlustbehafteten Bildkompression. Zudem bezeichnet der Ausdruck JPEG das Format, in dem die Daten gespeichert werden. In der digitalen Fotografie kann der Nutzer wählen, wie stark ein Bild komprimiert werden soll. Je stärker das Bild komprimiert wird, desto kleiner ist auch die Datenmenge und desto mehr Bilder finden auf der Speicherkarte oder im internen Speicher Platz. Die geringere Anzahl von Bildinformationen verringert jedoch auch die Qualität des Bildes.
- RAW-Formate (Rohdatenformate) ermöglichen das Speichern ohne Bearbeitung der Originaldaten. Die ungefilterten Rohdaten können nachträglich bearbeitet werden. Mit spezieller Software können somit nahezu alle Prozesse, die sonst kameraintern ablaufen, selbst gesteuert werden. Zu diesen Prozessen gehören unter anderem der „Weißabgleich” und bedingt die Bildschärfe. Ein weiterer Vorteil von RAW-Dateien gegenüber JPEGs ist die größere Datentiefe. JPEG stellt 8 Bit, RAW hingegen 12 Bit an Farb- und Helligkeitsinformationen bereit. Vereinfacht gesagt: Bei starken, nachträglichen Korrekturen (Erhöhung des Kontrasts, andere Belichtung) stehen also mehr Informationen zur Verfügung und die Eingriffe ins Bild ergeben je nach Ausgangsbild kaum oder keine sichtbaren Abstriche. Die Speicherung im RAW-Format ist in der Regel nur digitalen Spiegelreflexkameras vorbehalten. Sie benötigt mehr Speicherplatz als die Speicherung von JPEGs.
- TIFF-Formate (Tagged Image File Format) sind besonders bei der Archivierung von Bildern eine häufig getroffene Wahl, da die Bilddaten auf diese Weise ohne Qualitätsverlust abspeichert werden können.
- Neue Kameras sind bereits in weniger als einer Sekunde einsatzbereit.
- Auch die Auslöseverzögerung liegt bei vielen Digitalkameras bei unter 0,5 Sekunden, die fast ausschließlich für den Autofokus gebraucht werden.
Ganz egal, ob Sie sich für eine digitale Kompaktkamera, eine digitale Bridgekamera oder eine digitale „Spiegelreflexkamera” entscheiden, beim Kauf sollten Sie folgende Kriterien beachten ...
- Lassen Sie sich von der Anzahl der „Megapixel” nicht täuschen.
- Beachten Sie, dass es unterschiedliche Zoom-Arten gibt.
- Die Kamera sollte gut in der Hand liegen und einfach zu bedienen sein.
- Wenn Sie nicht das neueste Modell besitzen möchten, können Sie mit einem etwas älteren Modell bares Geld sparen und haben trotz allem ein technisch einwandfreies Gerät.
- Mechanische Bildstabilisatoren sind effektiver als elektronische Bildstabilisatoren.
- Für gute Bildergebnisse sollte der eingebaute Blitz manuell an- und abschaltbar sein.
- Achten Sie beim Kauf der Kamera auf die Kompatibilität der Speicherkarten mit dem jeweiligen Kamera-Modell.
- Höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten können durch so genannte Ultra- oder High-Speed-Varianten erreicht werden.
- Besitzen Sie schon Objektive, dann klären Sie beim Kauf der neuen Kamera unbedingt, ob diese auf den neuen Body passen.
- Bildagenturen - Bildagenturen vertreiben hochwertiges Bildmaterial (Fotos, Illustrationen, Videos) gewerblich und arbeiten mit Berufsfotografen sowie semiprofessionellen Hobbyfotografen mit entsprechender Eignung zusammen. Bei Verkauf des Bildmaterials geht ein Teil der Einnahmen an die Agentur, ein Teil an den Fotografen.
- Bilddatenbanken - Bilddatenbanken sind sozusagen digitale Fotoalben im Internet. Sie bieten sich einerseits an, um die eigenen Fotos einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, andererseits lassen sich mithilfe von Bilddatenbanken Bilder verwalten. Je nach Geschmack und Anbieter lassen sich die Bilder thematisch oder/und zeitlich verwalten.
- Der Goldene Schnitt - Bei der Bildgestaltung sollte der ambitionierte Fotograf immer auch den Goldenen Schnitt im Hinterkopf behalten, damit das Ergebnis harmonisch und interessant wirken kann. Streckenverhältnisse im Goldenen Schnitt gelten auch in der Malerei und Architektur als ideale Proportion. Mathematisch ausgedrückt: Das Ganze (a+b) verhält sich zum größeren Teil (a) wie der größere Teil (a) zum kleineren Teil (b). Auf dem resultierenden Schnittpunkt sollte der Blickpunkt des Bildes liegen. Was kompliziert klingt, hat in der Praxis folgende Auswirkung: Wird das fotografierte Objekt einfach in die Bildmitte gerückt, wirkt das Bild in der Regel spannungslos und uninteressant. Ein typischer Anfängerfehler. Rückt es zur Seite, wirkt das Foto hingegen in der Regel viel ausdrucksstärker.
- Metainformationen - In der digitalen Fotografie ist es möglich, die abgespeicherten Metainformationen (ISO-Wert, Blende, Brennweite, Datum der Aufnahme etc.) im Nachhinein herauszulesen. Diese Funktion ist im Exif-Format standardisiert. Die Exif-Daten werden direkt im JPEG oder RAW abgelegt und können später mithilfe spezieller Programme ausgelesen werden. Ein Problem, das sich durch die Metadaten ergibt: Werden die Daten an andere Parteien weitergegeben, können diese unter Umständen auf Informationen zugreifen, die nicht für sie bestimmt sind. Daher sollte ggf. nicht die Originaldatei verschickt bzw. weitergegeben werden.
- Objektiv von analog auf digital - Wird ein „Objektiv” von einer analogen Kamera auf einer digitalen „Spiegelreflexkamera” verwendet, ändert sich die Brennweite. Der Grund hierfür ist, dass DSLRs aufgrund des verwendeten Bildsensors die „Brennweite” um einen bestimmten Faktor (meist 1,5) verlängern. Wird zum Beispiel ein analoges Tele-Objektiv mit „Brennweite” 200 auf einer Digitalkamera benutzt, erhalten Sie automatisch eine „Brennweite” von 300 - sofern der Faktor 1,5 beträgt (wie hoch der Faktor ist, steht z.B. in den technischen Daten zur Kamera und in der Bedienungsanleitung).
- Speichermedien zum Archivieren - Die Ergebnisse digitaler Fotografie werden in der Regel auf dem Computer abgelegt und mit spezieller Software verwaltet. Wie bei allen Daten sollten Sie auch bei Fotos nicht vergessen, in regelmäßigen Abständen ein Backup, also die Sicherung der Daten, vorzunehmen. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie brennen die Fotos auf DVDs oder Sie legen die Daten auf einer externen Festplatte ab.
Abbildungsleistung
Qualitätsgrad der resultierenden Bilder.
Abblenden
Schließen der Blende um eine oder mehrere Stufen, z.B. von 2,8 auf 8.
Auflösung
Maß für die Detailgenauigkeit, die eine Kamera aufzeichnen kann. Es wird unterschieden zwischen flächenbezogener Auflösung (Anzahl der Pixel auf einem Bild in Höhe und Breite) und linearer Auflösung (Anzahl der Pixel pro Inch, kurz: dpi). Je mehr dpi, desto besser ist die Qualität der Darstellung.
Belichtungszeit
Neben der Blendeneinstellung ist die Belichtungszeit die wichtigste Größe beim Fotografieren. Die Belichtungszeit ist die Zeitspanne, der der Sensor einer Digitalkamera (oder früher ein Film) dem einfallenden Licht ausgesetzt ist. Zusammen mit dem Blendenwert bestimmt die Belichtungszeit die auf das Medium einfallende Lichtmenge.
Bildkompression
Verringerung des Speicherbedarfs einer Bilddatei durch Reduktion der Daten. Es gibt die verlustfreie Kompression (Wiederholungen werden erkannt und zusammengefasst) und die verlustbehaftete Kompression. Bei letzterer gilt: Je höher die Kompression, desto kleiner die Datei und desto stärker der Verlust der Bilddetails.
Bildrauschen
Bildrauschen in der digitalen Fotografie lässt sich mit der Körnung auf analog aufgenommenen Bildern vergleichen. Es handelt sich hierbei um mehr oder weniger deutliche Störungen des Bildes, die besonders in dunklen und blauen Bereichen auftreten. Die Sensor-Größe hat Einfluss auf das Rauschen. Je kleiner die Fläche des Bildsensors ist, desto mehr Pixel sind auf dem Sensor enthalten und desto mehr stören sich die einzelnen Elemente gegenseitig. Die Folge: das Rauschen steigt an. Auch die ISO-Einstellung hat Einfluss auf das Bildrauschen. Je höher der ISO-Wert, desto mehr Rauschen tritt auf. Deutlich sichtbar wird das Bildrauschen ab einem ISO-Wert von 800. Das Bildrauschen kann mithilfe von spezieller Software bis zu einem gewissen Grad heraus gerechnet werden, was allerdings zu Lasten der Bildschärfe geht.
Bildsensor
Der Sensor wandelt das einfallende Bild in einer Digitalkamera in digitale Signale um und bestimmt damit maßgeblich die Bildqualität. Die meisten kompakten Digitalkameras verfügen über CCD-Sensoren (Charge-coupled Device). In höherwertigen Spiegelreflexkameras werden jedoch die größeren CMOS-Sensoren eingebaut.
Bildstabilisator
Die optische Bildstabilisierung ist das geläufigste Stabilisationsverfahren, hierbei registrieren Kreiselsensoren (Gyroskope) die axialen Bewegungen des Objektivs. Die Steuerelektronik des Bildstabilisators bewegt anschließend ein bewegliches Linsensystem genau in die entgegengesetzte Richtung. Verwacklungen werden also durch "Gegen-Verwacklungen" kompensiert. Alternativ zur optischen Bildstabilisierung arbeiten manche Kameras mit der so genannten CCD-Shift-Methode - der mechanischen Sensor-Bewegung. Dabei wird der Bildsensor mechanisch entgegen der Verwacklungsrichtung bewegt. Auf elektronischem Wege bestehen nur sehr begrenzte Möglichkeiten, ein vom Sensor schon verwackelt zurückgeliefertes Bild noch zu korrigieren. Manche Kameras gehen den Weg über ein Nachschärfen des Bildes, andere erhöhen die Empfindlichkeit des Sensors - in beiden Fällen ist das Ergebnis nicht mit dem mechanischer Bildstabilisatoren zu vergleichen.
Bildwandler
Bildwandler sind Hilfsmittel, die das Motiv nach definierten Regeln verändern.
Blende
Zentrales Steuerungselement, das die Menge des Lichteinfalles stufenweise regelt. Je kleiner der Wert (z.B. 2,8), desto größer die Blendenöffnung und desto mehr Licht dringt durch. Einheiten für die Blendenöffnung sind Blendenwerte, die in ihrer Gesamtheit die Blendenreihe ergeben: 1,0 - 1,4 - 2,0 - 2,8 - 4,0 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32 usw.
Brennweite
Die Brennweite beschreibt die Entfernung vom Mittelpunkt der Linse bis zu dem Punkt, an dem sie parallel einfallendes Licht im "Brennpunkt" bündelt. Die Angabe der Brennweite bei einem Objektiv ist für den Fotografen aber vor allem deshalb wichtig, weil sie beschreibt, wie stark vergrößert oder verkleinert das durch das Objektiv einfallende Bild auf der Aufnahmefläche dargestellt wird. Bei einer langen Brennweite wird das Foto stark vergrößert, dies entspricht der Teleeinstellung, mit der weit entfernte Objekte "ganz nah" abgebildet werden können. Im umgekehrten Fall wird von einem "Weitwinkel" gesprochen. Mit einer kurzen Brennweite lassen sich mehr Bildinformationen auf der Aufnahmefläche unterbringen, es entstehen weiträumigere Bilder. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben. Das menschliche Auge sieht mit einer Brennweite von 35-45 mm, was einem Bildwinkel von ca. 45° entspricht. Objektive, die in diesem Brennweiten-Bereich arbeiten, werden als Normalobjektive bezeichnet.
DSLR
DSLR ist die Abkürzung für "Digital Single Lens Reflex", also für die digitale Spiegelreflexkamera.
Exif
Abkürzung für "Exchangeable Image File". Metainformationen, die in Bilddateien gespeichert werden (wie Aufnahmedatum und Verschlusszeiten) sind in diesem Format standardisiert.
Festbrennweiten-Objektive
Festbrennweiten-Objektive haben, wie der Name schon sagt, eine feste Brennweite. Ihr Vorteil: Sie verfügen über eine größere Abbildungsleistung und Lichtstärke als ihre Verwandten aus dem Zoombereich. Festbrennweiten werden daher oft im Bereich Portrait- und Konzertfotografie eingesetzt. Nachteil: Durch die Beschränkung auf eine Brennweite leidet die Flexibilität. Je nach Situation muss der Fotograf das Objektiv häufiger wechseln.
HD-Qualität
High Definition (HD, engl. für hochauflösend) zeichnet sich durch eine erhöhte Auflösung aus.
Interpolation
Hinzurechnen oder Eliminieren von Zwischenwerten, mit dem Ziel, die Dateigröße zu verringern.
Lichtempfindlichkeit (ISO)
Die Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) des Bildwandlers wird im Vergleich zu einem herkömmlichen Fotofilm angegeben. Je geringer der ISO-Wert, umso mehr Licht ist für den Bildwandler nötig, um ein Foto zu erzeugen. ISO-Werte zwischen 100 bis 3200 sind mittlerweile Standard.
Lichtstärke
Die Lichtstärke eines Objektivs wird mithilfe des Quotienten von effektivem Objektivdurchmesser zur Brennweite angegeben. Die Bezeichnung auf dem Objektiv f/2,8 bzw. 1:2,8 bedeutet also, dass man die Blende bis 2,8 öffnen kann. Je lichtstärker ein Objektiv, desto teurer ist es.
Lithium-Ionen-Akku
Bei Lithium-Ionen-Akkus verringert sich die Speicherkapazität im Laufe der Zeit nicht. Selbst nach Monaten weisen sie fast keine Selbstentladung auf.
Megapixel
Megapixel ist die Einheit, mit der in der Digitalfotografie die Bildauflösung angegeben wird. Ein Megapixel entspricht dabei einer Million Bildpunkten oder Pixel. Je höher die Auflösung, umso besser die Bildqualität.
Objektiv
Ein Objektiv umfasst eine verschieden große Anzahl von Linsen und dient dazu, reelle optische Abbildung eines Objektes auf dem Foto-Sensor zu erzeugen.
Sucher
Vorrichtung an der digitalen Kamera, die es erlaubt, mittels Durchblicken auf das Motiv zu zielen. Bei Spiegelreflexkameras entspricht das Bild im Sucher dem tatsächlich abgebildeten Motiv, bei digitalen Kompaktkameras kommt es aufgrund ihres Aufbaus zu leichten Verschiebungen. Diese Verschiebungen bezeichnet der Fachmann als Parallaxe.
Tiefenschärfe
Der Bereich, der scharf abgebildet wird. Je kleiner die Blende, desto größer die Tiefenschärfe. Synonym für Tiefenschärfe ist Schärfentiefe.
USB
Dient zur Verbindung zwischen Kamera und Computer.
Weißabgleich
Mithilfe des Weißabgleichs wird die Farbtemperatur an die vorherrschenden Lichtverhältnisse angepasst, das heißt Farben werden naturgetreu abgebildet. Man unterscheidet zwischen automatischem und manuellem Weißabgleich. Viele Digitalkameras führen einen automatischen Weißabgleich durch. Das bedeutet, die Kamera verhindert, dass Bilder gelb- oder grünstichig werden. Besonders gute Kameras ermöglichen einen manuellen Weißabgleich.
Zoom-Objektive
Mit Zoom-Objektiven kann die Brennweite verändert werden: Ein Motiv lässt sich heranzoomen (große Brennweite = Tele) oder wegzoomen (kleine Brennweite = Weitwinkel). Der Zoom-Bereich gibt an, wie stark die Brennweite veränderbar ist.