Sie sind hier: decido StartseiteHaus, Garten & UnterhaltungHaushaltsgeräteKaffeegeräte > Lexikon

Neu bei decido!

Top-Artikel

Ratgeber Espressomaschinen – Lexikon

Lexikon – Hilfreiches Wissen zum Thema Espressomaschinen-Kauf

Sie haben sich dazu entschieden eine Espressomaschine zu kaufen, wissen aber nicht auf was Sie beim Kauf achten sollen?

Die decido-Redakteure haben für Sie recherchiert und geben Ihnen eine Anleitung an die Hand, wie Sie die passende Espressomaschine finden können.
  • In der Rubrik Wissensfundament und Ausstattung finden Sie alles Wissenswerte rund um Espressomaschinen. Mit dem Wissen ist die bevorstehende Espressomaschinen-Neuanschaffung ein Kinderspiel!
  • In der Rubrik Experten-Tipps finden Sie zusätzlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Espressomaschinen-Kaufkriterien sowie weitere nützliche Informationen zum Thema Espresso.
  • Abgerundet wird das Ganze durch das Espressomaschinen-Glossar. Hier werden Espressomaschinen-Fachbegriffe einfach erklärt.

Espressomaschinen-Wissensfundament

Zum Seitenanfang

Bella Italia zu Hause genießen! Espresso wird auch bei uns in Deutschland immer beliebter. Längst trinken Genießer das cremige, starke Kaffeegetränk nicht mehr nur in Kaffees oder Restaurants. Viele entscheiden sich für den Genuss zu Hause. Möchten auch Sie Ihren Espresso zukünftig ganz privat genießen, dann lesen Sie hier auf was Sie beim Kauf einer Espressomaschine achten sollten.

Die richtige Maschine für Ihren Espresso ...
Espressomaschinen werden mittlerweile in Hülle und Fülle angeboten. Auch für sparsame Kaffeegenießer ist sicher die richtige Espressomaschine dabei. Aber wie wird Espresso eigentlich gemacht? Anders als beim herkömmlichen Kaffee, wird für den Espresso das heiße - aber nicht kochende - Wasser mithilfe einer Pumpe unter hohem Druck durch ein feines, mit Kaffeemehl gefülltes Sieb gepresst. Doch welche Espressomaschine kann das am besten? Lernen Sie zunächst die 4 geläufigsten Espressomaschinen-Typen kennen:

Bauform Handhebel-Maschinen Siebträger-Maschinen Kapsel- bzw. Pad-Maschinen Vollautomaten
Bild
Beschreibung Der Klassiker aller Espressomaschinen. Der Druck wird manuell durch Herunterdrücken eines Hebels erzeugt. Das Kaffeemehl wird von Hand in den Siebträger gefüllt, angedrückt und unter dem Brühteil der Maschine befestigt. Anstatt Kaffeepulver werden Kaffeepads (auch Servings genannt) oder Leichtmetallkapseln verwendet. Auf Knopfdruck bekommen Sie hier den gewünschten Espresso in gleichbleibender Qualität. Vor allem für Vieltrinker lohnenswert.
Vorteile
  • der Geschmack kann nach Belieben verändert werden
  • jede Tasse wird einzeln aufgebrüht
  • günstiger in der Anschaffung als Vollautomaten
  • der Geschmack kann nach Belieben verändert werden
  • einfache Handhabung
  • geringer Reinigungsaufwand
  • gute Espressoqualität
  • einfache und unkomplizierte Bedienung
  • pflegeleicht
  • verursachen kaum Arbeitsaufwand
  • bereiten in kürzester Zeit einen guten Espresso
Nachteile
  • die Benutzung erfordert Erfahrung und Zeit
  • das Wasser wird häufig zu heiß (über 100°C), was den Espresso verbrannt schmecken lässt
  • die Benutzung erfordert Erfahrung und Zeit
  • mehr Abfall
  • Pads sind relativ teuer
  • Kaffeepads können nicht überall gekauft werden
  • eingeschränkte Geschmacksvielfalt
  • teuer in der Anschaffung
  • benötigen meist viel Platz

Qualität des Espresso ...
Die Qualität der Espressomaschine erkennen Sie am besten am Geschmack des Espresso. Ein Espresso sollte nicht nur eine gute Crema besitzen, sondern zudem aromatisch und würzig schmecken. Aber was beeinflusst den Geschmack des Espresso?

  • Wichtig für einen hervorragenden Espresso ist die Wassertemperatur. Bei zu kaltem Wasser kommt es, wie bei einer zu kurzen Durchlaufzeit zu einem sauren Geschmack. Ist das Wasser zu heiß, schmeckt der Espresso verbrannt. Um sein volles Aroma zu entfalten, sollte der Espresso beim Verlassen der Espressomaschine eine Temperatur von 85°C haben.
  • Außerdem sollte der Espressomaschinen-Druck, mit dem das Wasser durch das Kaffeesieb gepresst wird, stimmen. Ist der Druck zu gering, werden nicht genügend Aromen freigesetzt. Bei zu hohem Espressomaschinen-Druck gelangen zu viele Bitterstoffe in den Espresso.
  • Ebenfalls zu beachten ist die Durchlaufzeit. Unter 20 Sekunden Espressomaschinen-Durchlaufzeit schmeckt der Espresso sauer und weist einen hellen, wenig konsistenten Schaum auf. Über 35 Sekunden wird der Espresso bitter und die Crema dunkelbraun. Auch der Mahlgrad des Kaffees beeinflusst neben der Leistung der Espressomaschine die Durchlaufzeit.
Tipp: Ein teure Espressomaschine bedeutet nicht unbedingt beste Espresso-Qualität. Angesichts der hohen Anschaffungspreise sollten Sie das in Frage kommende Espressomaschinen unbedingt im Fachgeschäft testen.
Hinweis: Der Druck der Pumpe liegt bei den meisten Espressomaschinen um die 15 bar. Ausschlaggebend ist aber der Espressomaschinen-Druck, der beim Kaffeemehl im Sieb ankommt, dieser sollte bei ca. 9 bar liegen. Vorsicht vor Billig-Espressomaschinen mit Kolben-Pumpe - diese lärmen und erzeugen nicht genügend Druck.

Der tägliche Umgang ...
Je häufiger die Espressomaschine benutzt wird, desto wichtiger wird die Bedienung. Je nach Bauform kann dies natürlich variieren. Grundsätzlich sollte:

  • der Wassertank leicht zu befüllen und im besten Fall abnehmbar sein.
  • der Siebträger einfach eingesetzt und ebenso einfach wieder herausgedreht werden können.
  • die Reinigung der Espressomaschine einfach sein.

Der richtige Espresso für Sie ...
Vielleicht wissen Sie mittlerweile, welche Espressomaschine Sie sich kaufen. Damit auch der Espresso zu Ihrem Typ passt, weihen wir Sie in die Rezeptur der wichtigsten Espresso-Spezialitäten ein.

  • Der Cappuccino besteht zu einem Drittel aus Espresso, einem Drittel aus heißer Milch und wird gekrönt mit einer Milchschaum-Haube.
  • Der Espresso macchiato ist ein Espresso mit Milchschaum-Haube.
  • Der Latte macchiato wird im Glas serviert und besteht zu zwei Dritteln aus heißer, aufgeschäumter Milch. Darüber wird der Espresso gegossen.
  • Espresso ristretto bezeichnet einen sehr starken Espresso, der mit ganz wenig Wasser zubereitet wird.
  • Der Espresso lungo bezeichnet einen 'verlängerten' Espresso. Doppelte Wassermenge bei gleicher Kaffeemenge.
Tipp: Nehmen Sie eine Kugel Vanille-Eis und gießen heißen Espresso darüber - fertig ist der Affogato. Diese Köstlichkeit eignet sich super als Dessert oder als kleine Erfrischung.

Was darf sie kosten ...
Espressomaschinen sind nicht gerade schnäppchenverdächtig. Vor allem Typ und Ausstattung bestimmen den Preis. Für echte Espresso-Genießer und Vieltrinker stellt der hohe Preis der Espressomaschinen sicherlich kein Hindernis dar. Schließlich kostet der regelmäßige Besuch in der Espresso-Bar um die Ecke vergleichsweise gleich viel.

  • Handhebel-Espressomaschinen liegen preislich zwischen 400 und weit über 1.000 Euro.
  • Siebträger-Espressomaschinen gibt es schon ab ca. 20 Euro. Ansonsten sind sie preislich den Vollautomaten ähnlich.
  • Kapsel- bzw. Pad-Maschinen können Sie schon ab 40 Euro kaufen.
  • Vollautomaten kosten je nach Ausstattung zwischen 200 und 1.000 Euro.
Tipp: Espressomaschinen sind mittlerweile schon unter 100 Euro erhältlich. Allerdings sind diese Espressomaschinen weder besonders langlebig, noch ist ihre Leistung zufriedenstellend. Soll es trotz allem kein zu teures Gerät sein, empfehlen wir Espressomaschinen zwischen 300 und 600 Euro.

Die bekanntesten Espressomaschinen-Hersteller ...
Zu den bekannten Espressomaschinen-Herstellern zählen unter anderen:

  • DeLonghi, Krups, Gaggia, Saeco, ECM, Philips, Jura, Siemens

Ausstattungsmerkmale und Funktionen der Espressomaschinen

Zum Seitenanfang

Beim Kauf einer Espressomaschine müssen Sie vor allem auf Qualität achten, damit die Espresso-Lust nicht zum Espresso-Frust wird.

Darauf sollten Sie achten ...
Nicht nur das Ergebnis - der Espresso - zählt. Damit Sie das schwarze Gold genießen können ist die richtige Espressomaschinen-Technik von Nöten. Aber welche Technik macht den besten Kaffee?

Brühgruppe - Ohne Espressomaschinen-Brühgruppe keinen Espresso. Ist diese herausnehmbar, lässt sie sich wesentlich besser reinigen als eine fest Eingebaute.

Brühmenge - Die Brühmenge bzw. die Bezüge hängen ganz von der jeweiligen Espressomaschine ab. Meistens müssen die Espressi einzeln aufgebrüht werden. Nur in wenigen Fällen stehen mehrere Siebträger zur Verfügung, um gleichzeitig mehr als eine Tasse zuzubereiten. In der Regel ist das nur mit Espressomaschinen für die Gastronomie möglich. Diese können zum Teil bis zu sechs Tassen zur selben Zeit herstellen.

Brühzeit - Die Brühzeit bei vollautomatischen Maschinen ist vorgegeben und kann nicht beeinflusst werden. Bei Halbautomaten kann die Brühzeit selbst bestimmt werden.

Cappuccinatore - Viele Vollautomaten verfügen über einen Milchschäumer in Form einer Dampf-Düse. Aus dieser Düse strömt Wasserdampf, der in einen Behälter mit Milch geleitet werden kann. Durch den Wasserdampf wird die Milch aufgeschäumt und gleichzeitig erhitzt.

Hinweis: Düse nach jedem Einsatz reinigen!

Crema-Verbesserung - Legen Sie Wert auf eine extra dicke Crema, dann können Sie sich eine Espressomaschine mit 'Crema-Verbesserung' anschaffen. Diese Vorrichtung erzeugt künstlich eine dickere Schaumkrone. Allerdings kann der Geschmack selten überzeugen.

Edle Materialien - Hochwertige Espressomaschinen sind mit Leitungen und Behälter aus Metall (Messing, Edelstahl, Kupfer) ausgestattet. Dementsprechend schwer sind diese Espressomaschinen.

Heizsystem - Es gibt verschiedene Heizsysteme: Das Boiler-System erhitzt die gesamte Wassermenge im Wassertank bei jedem Bezug. Das Thermoblock-System erhitzt nur die benötigte Wassermenge. Das spart nicht nur Energie sondern auch Zeit und verringert zudem die Verkalkung.

Tipp: Wählen Sie vorzugsweise eine Espressomaschine mit zwei Heizsystemen. Eine für das Espresso-Wasser und eine für den Dampf zur Milchaufschäumung. Mit einem Heizsystem wird das Wasser meist zu stark erhitzt.

Kaffeebohnenbehälter - Der Bohnenbehälter ist bei Vollautomaten mit Mahlwerk Pflicht. Je größer er ist, desto seltener müssen Sie die Kaffeebohnen nachfüllen.

Hinweis: Auch Kaffeebohnen trocknen mit der Zeit aus und verlieren Aroma.

Mahlwerk - Hochwertige Espresso-Vollautomaten besitzen ein Mahlwerk, welches die eingefüllten Kaffeebohnen erst mahlt, wenn das Pulver benötigt wird. So schmeckt der Espresso besser und es muss nicht für jeden Espresso das Sieb gefüllt werden.

Vorbrühsystem - Das Vorsprühsystem ist bei vielen hochwertigen Vollautomaten zu finden. Vor dem Brühvorgang wird das Kaffeepulver etwas angefeuchtet, um die Aromen freizusetzen.

Vorwärmeinrichtung - Damit der Espresso länger seine optimale Temperatur beibehält, gibt es eine so genannte Vorwärmeinrichtung. Das ist eine beheizte Tassenablage, auf der die Espresso-Tassen vorgewärmt werden.

Hinweis: Das lohnt sich allerdings nur, wenn die Espressomaschine längere Zeit am Stück in Betrieb ist.

Wassertank - Jede Espressomaschine hat einen Wassertank. Je größer dieser ist, desto weniger oft muss er nachgefüllt werden. Werden jedoch pro Tag nur ein oder zwei Espressi konsumiert, kann der Wassertank ruhig klein sein, da das Wasser für den Espresso ohnehin frisch sein sollte. Der Espressomaschinen-Wassertank sollte für die eigenen Ansprüche groß genug sein.

Hinweis: Wenn Sie besonderen Wert auf Hygiene legen, sollten Sie darauf achten, dass der Wassertank leicht entfernbar ist - Restwasser, das nicht restlos entfernt werden kann, fördert die Bildung von Bakterien.

Espressomaschinen-Experten-Tipps

Zum Seitenanfang

Hier finden Sie die wesentlichen Kriterien zum Kauf einer neuen Espressomaschine im Überblick. Damit Sie sich lange an Ihrem Neukauf freuen, haben wir Ihnen zusätzlich diverse Espressomaschinen-Pflegehinweise zusammengestellt. Und für wohltuende Kaffee-Pausen sind noch ein paar Tipps zum Thema Zubereitung für Sie dabei.

Espressomaschinen-Kaufkriterien

  • Trinken Sie oft und gerne Espresso und möchten diesen zukünftig zu Hause genießen? Dann wird es Zeit für eine eigene Espressomaschine.
  • Haben Sie grundsätzlich wenig Zeit, sollten Sie sich für einen Vollautomaten oder eine Kapsel- bzw. Pad-Maschine entscheiden. Möchten Sie das Espresso-Trinken in vollen Zügen genießen und scheuen einen gewissen Mehraufwand nicht, dann sollten Sie sich eine Handhebel- oder Siebträger-Maschine zulegen. Für Puristen eignet sich der Espressokocher.
  • Gehen Sie von einer häufigen Nutzung der Espressomaschine aus, sollten Sie auf keinen Fall zu sehr an den Anschaffungskosten sparen.
  • Testen Sie die Espressomaschine unbedingt im Fachhandel, bevor Sie kaufen.
  • Achten Sie auf eine einfache Bedienung und leichte Reinigung der Espressomaschine.
  • Prüfen Sie sorgfältig, wie viel Platz die Espressomaschine beanspruchen darf. Manche Espressomaschinen sind in dieser Hinsicht äußerst anspruchsvoll.
  • Beachten Sie auf die Lautstärke der Espressomaschine. Einige Espressomaschinen können sehr laut werden.
  • Der Siebträger sollte im Idealfall aus geschmiedetem Messing sein. Dadurch sind sie haltbarer und können mehr Wärme speichern.

Espressomaschinen-Pflegehinweise

  • Spülen Sie täglich den Wassertank mit frischem Wasser aus und füllen Sie ausschließlich frisches, kaltes Wasser nach.
  • Leeren Sie ggf. täglich den Kaffeesatzbehälter und die Auffangschale.
  • Achten Sie darauf, dass der Kaffee-Auslauf immer sauber ist.
  • Legen Sie besonderen Wert auf die Pflege der Brühgruppe. Diese ist das Herzstück Ihrer Espressomaschine.
  • Besitzt Ihre Espressomaschine eine Milchaufschäumdüse oder eine Cappuccinatore, müssen Sie diese immer sofort nach Gebrauch reinigen.
  • Reinigen Sie auch ab und zu den Bohnenbehälter mit einem trockenen Tuch. Öle und Fette - die der Kaffee mit der Zeit im Espressomaschinen-Behälter ablagert, können einen ranzigen Geruch verursachen.
  • Entkalken Sie Ihre Espressomaschine regelmäßig.
  • Beachten Sie auch die Pflegehinweise des Herstellers, dann sichern Sie Ihrer Espressomaschine ein langes Leben und ersparen sich eine Menge Ärger.
Hinweis: Verwenden Sie nie kratzende Gegenstände oder ätzende Chemikalien zur Reinigung Ihrer Espressomaschine!

Espresso-Zubereitung

  • Bereiten Sie Ihren Espresso möglichst mit frischem, nicht zu hartem und sauerstoffreichem Wasser zu. Ideal ist ein Wasser mit einer Wasserhärte von 8 bis 9°dH.
  • Mahlen Sie den Espresso am besten immer frisch, das erhält die Aromen.
  • Achten Sie auf den Mahlgrad der Bohnen. Zu feines Kaffeemehl lässt nur schwer Wasser durch, was dazu führt, dass sich keine Crema bildet und der Espresso stark und bitter wird. Bei zu grobem Pulver fließt das Wasser zu schnell und es kann sich ebenfalls keine Crema bilden.
  • Nehmen Sie zur Espresso-Zubereitung nie zu heißes Wasser, das lässt den Espresso bitter werden. Die Brühtemperatur sollte zwischen 92° und 96° C liegen.
  • Die bestmögliche Durchlaufzeit für den gelungenen Espresso liegt bei 20 bis 25 Sekunden.
Tipp: Bewahren Sie die Kaffeebohnen luftdicht und dunkel auf, damit sie ihren Geschmack behalten. Da Kaffee dazu neigt, Gerüche aufzunehmen, sollten Sie die Bohnen nicht im Kühlschrank aufbewahren, sondern in einem luftdichten Plastikbehälter.