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Beamer – Ratgeber

Ratgeber – Hilfreiches Wissen zum Thema Beamer-Kauf

Kino in den eigenen vier Wänden! Zunehmend erobern Beamer die heimischen Wohnzimmer und machen Fernsehabende zum Erlebnis. Auch im Berufsleben ist dieses Wunderwerk der Technik längst nicht mehr wegzudenken. Haben auch Sie vor, sich einen Bildprojektor anzuschaffen - sind sich aber nicht sicher auf was Sie achten sollen. Kein Problem, wir stehen Ihnen beim Kauf zur Seite.

Wir, die decido-Redakteure, haben für Sie recherchiert und geben Ihnen mit diesem Wissen eine Anleitung an die Hand, wie Sie das passende Gerät finden können.
  • In der Rubrik Wissensfundament und Ausstattung finden Sie alles Wissenswerte rund um Beamer. Mit diesem Wissen ist die bevorstehende Neuanschaffung ein Kinderspiel!
  • In der Rubrik Experten-Tipps finden Sie zusätzlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Kaufkriterien.
  • Abgerundet wird das Ganze durch das Glossar. Hier werden Fachbegriffe einfach erklärt.

Wissensfundament

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Für die richtige Entscheidung ist vor allem der Einsatzzweck wichtig. Benötigen Sie einen Beamer für Präsentationen im Büro oder möchten Sie Kino zu Hause erleben. Von dieser Entscheidung hängen die wesentlichen Leistungsmerkmale des Projektors ab. Das liegt vor allem daran, dass die Nutzung im Büro meist am Tage stattfindet, Zuhause wiederum eher am Abend.

Freizeit oder Business ...
Folgende Merkmale unterscheiden den Beamer fürs Heimkino vom professionellen Präsentationsgerät für den Einsatz im Büro:

Typ Heimkino Präsentation
Bild
Beschreibung Filme, Dias, Games - digital an die heimische Wand projizieren. Im Heimkino kommt es vor allem auf die Kontraste, ein sattes Schwarz und eine natürliche Farbwiedergabe an. Die Lichtstärke ist weniger wichtig. Überzeugen Sie mit professionellen Präsentationen - mit Hilfe eines Beamers. Ein Beamer für Präsentationen muss viel Licht liefern. Die Farbtreue ist dabei weniger wichtig.
Kaufkriterien
  • achten Sie auf TV- und DVD-Tauglichkeit
  • PAL-Signale sollten ebenso gut wiedergeben werden wie Material im HD-Format
  • sinnvoll ist das Bildformat 16:9
  • achten Sie auf gute Schwarzwerte (0,5 ANSI-Lumen), eine natürliche Farbdarstellung und eine gute Bewegungsdarstellung
  • nützlich ist die Möglichkeit, den Beamer kalibrieren zu können
  • eine geringe Geräuschentwicklung des Beamers erhöht den Filmgenuss
  • wählen Sie die richtige Lichtstärke (je nach Lichtverhältnis im Raum)
  • je nachdem, welche Geräte Sie an den Beamer anschließen möchten, sollten Sie auf die passenden Geräte-Anschlüsse achten
  • wählen Sie die richtige Lichtstärke (je nach Lichtverhältnis im Vorführraum)
  • achten Sie auf die für Sie notwendigen Geräte-Anschlüsse
  • eine einfache Bedienung ist vor allem bei Nutzung mehrerer Personen von Vorteil
  • eine Fernbedienung ist nicht nur bei einer eventuellen Deckenmontage vorteilhaft
  • sinnvoll ist eine Auflösung von 1024x768 Pixel (XGA)
  • wird der Beamer überwiegend mobil eingesetzt, sollte er leicht, handlich und schnell einsatzbereit sein

Optimale Planung ...
Vermeiden Sie spätere Enttäuschungen, indem Sie die Anschaffung des Beamers gut planen. Zu einer guten Planung gehören folgende Überlegungen:

Bildgröße der Projektion - Messen Sie die Höhe der Decke und ziehen von dieser Höhe ca. 90 cm ab. Das ergibt die maximale Höhe Ihres Bildschirms bzw. Ihrer Leinwand. Die 90 cm dienen als Abstand zwischen Fussboden und Bildunterkante und ermöglichen eine ungehinderte Sicht und einen sinnvollen Sichtwinkel. Zur Ermittlung der maximalen Bildbreite, müssen Sie den Abstand zwischen Betrachter und Bildschirm durch die „Projektionsratio” teilen.

Bildformat - Im Allgemeinen sind Projektoren mit einem „Bildformat” von 16:9 für den Einsatz als Heimkino vorgesehen und Geräte mit einem „Bildformat” von 4:3 für Präsentationen vom PC. Das Format der Zukunft ist ganz klar 16:9. Sowohl „HDTV” als auch DVDs und die DVD-Nachfolgeformate HD-DVD und Blue-Ray-Disc arbeiten damit.

Größe des Raums - Abhängig von der Größe des Raumes ist der Abstand zwischen Beamer und Projektionsfläche und zwischen Betrachter und Projektionsfläche. Diese Abstände beeinflussen die Bildqualität.

Lichtverhältnisse im Raum - Wenn Sie das Licht im Raum nicht über Rollläden oder einen Dimmer beeinflussen können, benötigen Sie für eine gute Bildqualität einen Beamer mit einer starken Lichtquelle.

Bestmögliche Positionierung - Um die beste Position von Projektor und Bildschirm zu ermitteln, müssen Sie die „Projektionsratio” berechnen.

Platzbedarf - Vergessen Sie nicht den Platz für Lautsprecher einzuplanen, falls diese nicht im Gerät integriert sind.

Platzierung bzw. Befestigung - Wenn Sie die Lichtverhältnisse im Raum kontrollieren und ändern können, ist eine Montage des Projektors an der rückwärtigen Wand oder an der Decke meistens die beste Lösung. Bei der Montage an der Decke müssen Sie Folgendes beachten: Da alle Beamer ihre Bilder aufwärts projizieren, muss der Beamer das Bild drehen können, weil Sie das Gerät für eine einfache Handhabung umgedreht montieren müssen.

Hinweis: Die meisten Beamer-Hersteller bieten Projektionsrechner an, mit denen Sie die Berechnung der benötigten Abstände und der Bildgröße vornehmen können.

Scharfe Bilder ...
Je größer die Auflösung Ihres neuen Beamers, desto mehr Informationen kann er darstellen - umso schärfer das Bild. Allerdings steigt mit der Auflösung auch deutlich der Preis. Hier eine Übersicht verschiedener Auflösungen:

  • SVGA - Mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel und einem Format von 4:3. Hierbei handelt es sich um die Auflösung von günstigen Geräten der Einstiegsklasse. Für die Nutzung als Heimkino ist diese Auflösung nur dann zu empfehlen, wenn die Bildgrößen klein bleiben und der Abstand zwischen Zuschauer und Bild groß ist.
  • XGA - Mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel und einem Format von 4:3. Da beinahe jeder Computer diese Auflösung unterstützt, eignen sich entsprechende Beamer gut für Präsentationen. Für den Einsatz als Heimkino-Gerät ist diese Auflösung zwar besser als SVGA, aber sicherlich nicht die beste Lösung.
  • SXGA - Mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixel und einem Format von 5:4. Wer höhere Kosten nicht scheut und eine enorm große Projektion benötigt, liegt mit dieser Auflösung richtig. Die Auswahl entsprechender Beamer ist allerdings sehr gering.
  • SXGA+ - Mit einer Auflösung von 1400 x 1050 Pixel und einem Format von 4:3. Egal ob Heimkino oder professionelle Präsentation im Büro, diese Auflösung erfüllt auch qualitativ hohe Anforderungen.
  • UXGA - Mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixel und einem Format von 4:3. Diese Auflösung gehört, wie die SXGA, zu den spezielleren. Diese Geräte sind daher recht teuer und bieten eine geringe Auswahl. Geeignet ist diese Auflösung für Präsentationen im High-End-Bereich.
  • WVGA, WSVGA - Mit den Auflösungen 854 x 480 oder 1024 x 574 Pixel und einem Format von 16:9. Eine gute Auflösung für den Einstieg ins Heimkino. Diese Auflösung bietet ordentliches Heimkinofeeling, jedoch noch keine HDTV-Qualität.
  • WXGA - Mit den Auflösungen 1280 x 720, 1280 x 768 oder 1280 x 800 Pixel und einem Format von 16:9. Ab dieser Auflösung darf ein Beamer das HD-ready Logo tragen. Diese Auflösung ist für einen Heimkino-Beamer bestens geeignet.
  • HDTV - Full-HD - Mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und einem Format von 16:9. Diese Auflösung ist genau das Richtige für den anspruchsvollen Heimkino-Besitzer. Nur diese Auflösung kann die ganze Qualität des HDTV-Signals einwandfrei darstellen.
Hinweis: Vorsicht bei Beamer mit XGA-Auflösung. Diese zeigen zwar 768 Bildzeilen und wären damit HD-fähig, bringen in der Horizontalen aber nur 1024 Bildpunkte auf die Leinwand - zu wenig für HD.

Die richtige Lichtstärke wählen ...
Der Wert, in dem die Lichtstärke eines Beamers gemessen wird nennt sich 'ANSI-Lumen' - eine Kerze erzeugt ca. 13 ANSI-Lumen, eine 100-Watt-Glühbirne ca. 1.200. Die notwendige Helligkeit des Beamers hängt mit der Größe der Projektion zusammen. Je größer die Bildfläche, umso mehr Lumen werden benötigt. Eine Alternative zu mehr Lumen wäre eine stärkere Abdunkelung des Raumes. Folgende Faustregel hilft Ihnen beim Kauf: Bildfläche in qm geteilt durch die Zahl der Lumen des Beamers, ergibt die Zahl der Lumen pro qm.

  • Ist das Ergebnis kleiner als 200 ANSI/qm, ist eine starke Abdunkelung des Raumes notwendig, da das projizierte Bild nahezu finster ist.
  • Liegt das Ergebnis zwischen 200 und 500 ANSI/qm, sollte der Raum, bei maximal gedimmtem Licht, abgedunkelt werden.
  • Liegt das Ergebnis zwischen 500 und 800 ANSI/qm, sollte der Raum leicht abgedunkelt werden. Normale künstliche Raumbeleuchtung ist problemlos nutzbar.
  • Liegt das Ergebnis größer 800 ANSI/qm, kann die Projektion in hellen Räumen, ohne Abdunkelung, vorgenommen werden. Allerdings sollte trotz allem keine direkte oder indirekte Sonneneinstrahlung auf die Bildfläche einwirken.
Tipp: Da ein Beamer für Zuhause meistens in dunkleren Räumen verwendet wird, benötigt dieser einen geringeren Lumen-Wert.
Hinweis: Sie ahnen es sicher schon - umso höher der Lumen-Wert, desto höher der Energieverbrauch.

Von erschwinglich bis kostspielig ...
Auflösung und Lichtquelle bestimmen hauptsächlich den Preis eines Beamers. Sind Sie bei beidem mit weniger Leistung zufrieden, gibt es schon für kleines Geld einen akzeptablen Projektor für Heim oder Office.

  • Im unteren Preissegment - bis 900 Euro, befinden sich LCD- und DLP-Beamer mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel und einer Helligkeit von ca. 1.000 ANSI-Lumen. Wenn sie in dunklen oder nur schwach beleuchteten Räumen benutzt werden, überzeugen sie durch eine gute Bildqualität. Diese Geräte bieten prinzipiell ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Im mittleren Preissegment - bis 2.000 Euro, befinden sich DLP-Projektoren mit einer mittleren Auflösung oder LCD-Geräten mit einer hohen Auflösung. Die Helligkeit liegt zwischen 1.000 und 2.000 ANSI-Lumen. Diese Beamer lassen sich auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gut einsetzen.
  • Im gehobenen Preissegment - ab 2.000 Euro, befinden sich überwiegend hochauflösende DLP-Beamer oder LCoS-Projektoren mit Lichtquellen zwischen 2.000 und 3.000 ANSI-Lumen. Diese Beamer trotzen nahezu jeglichen Lichtverhältnissen und projizieren auch auf große Leinwände ein gutes Bild.

Die bekanntesten Hersteller ...
Zu den bekannten Herstellern zählen unter anderen:

  • BenQ, EIKI, Epson, Infocus, NEC, Optoma, Panasonic, SANYO, Sony, Toshiba

Ausstattungsmerkmale und Funktionen

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Wie das Bild an die Wand kommt und auf was Sie außerdem beim Kauf achten sollten, können Sie im Folgenden erfahren.

So kommt das Bild an die Wand ...
Es gibt verschiedene Techniken zur Projektion. Zu den am Häufigsten benutzen Technologien gehören LCD, „DLP” und LCoS.

  • LCD - Die Technik der LCD-Projektoren ist von den Flachbildschirmen bei Computer-Monitoren oder Fernsehern bekannt. Der Nachteil dieser Technik ist die Schwäche bei der Darstellung eines satten Schwarz - reines Schwarz erscheint in der Regel als dunkles Grau. Bei LCD-Beamern mit niedriger Auflösung kann das sogar zu sichtbaren feinen Linien auf der Projektion führen, dem so genannten 'Fliegengitter-Effekt'.
  • DLP - DLP-Projektoren verfügen über eine hohe Leuchtkraft, die den Einsatz auch in hellen Büros ermöglicht. Durch die hohe Leuchtkraft verblassen allerdings die Farben. Die Darstellung von Schwarztönen hingegen ist sehr gut.
  • LCoS - Dank der LCoS-Technik entstehen flimmerfreie, scharfe Bilder ohne störende Pixelstruktur. Mit ihrer hohen Auflösung sind LCoS-Chips für hoch auflösendes „HDTV” besonders geeignet.

Außerdem sollten Sie beachten ...
Damit Sie sich an Ihrer Neuanschaffung auch lange Zeit freuen, sollten Sie außerdem auf Folgendes achten:

Anschlüsse - Im Idealfall kommt Ihr Projektor mit allen gängigen Bild-Zulieferern wie DVD-Player, AV-Receiver, TV oder PC klar. Zu den wichtigsten Anschlüssen gehören: Scart, Composite (FBAS), S-Video, RGB, YUV, VGA, „DVI” und HDMI. An der HDMI-Buchse werden HDTV-Zuspieler wie DVD-Rekorder, Playstation 3 oder SAT-Receiver angeschlossen. Ein HDMI-Eingang an der Front erleichtert den Anschluss von Camcordern, Spielkonsolen und Laptops. Zusätzlich empfiehlt sich ein USB-Anschluss oder ein Kartenleser für die Überspielung von JPEG-Fotos und MP3-Dateien.

Geräuschentwicklung - Während des Betriebes erzeugen Beamer Hitze. Aus diesem Grund sind sie Daher ist es ratsam, das Gerät Ihrer Wahl vor dem Kauf zu testen. Auch die Dezibel-Angabe in der Spezifikation kann hierbei helfen - 60 Dezibel entsprechen ungefähr einer normalen Unterhaltung.

Hinweis: Besitzt der Beamer einen Eco-Modus, kann damit die Leistung der Lampe reduziert werden. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer der Lampe, sondern sorgt zusätzlich für mehr Ruhe im Betrieb.

Kontrast - Das „Kontrastverhältnis” des Beamers beeinflusst wesentlich die Qualität des projizierten Bildes. Je besser der Kontrast- und Schwarzwert ausfällt, desto brillanter und schärfer wird das Bild.

Kontrastverhältnis - Je höher das Kontrastverhältnis, desto strahlender wirken die Farben. Um von diesen strahlenden Farben profitieren zu können, benötigen Sie allerdings eine geeignete Projektionsfläche und die richtigen Lichtverhältnisse. Heimkinobeamer haben Kontrastwerte von bis zu 10.000:1, tageslichtfähige Beamer sind mehr als doppelt so hell, haben aber 'nur' Kontrastwerte um 2.000:1. Bei Präsentationsgeräten ist das „Kontrastverhältnis” eher nebensächlich. Ein „LCD” Gerät, welches im Präsentationsbereich meist ein schwächeres „Kontrastverhältnis” bietet muss daher nicht schlechter sein.

Hinweis: Gute Leinwände kosten zwar leicht 500 Euro und mehr, aber auf einer Raufasertapete verliert selbst das beste Beamerbild enorm an Lichtstärke und Farbe.
Tipp: Gutes „Kontrastverhältnis” ist nur im dunklen Raum umsetzbar, daher sollten Sie die Beamer Ihrer Wahl auch in abgedunkelten Verkaufsräumen vergleichen.

Lebensdauer der Glühbirne - Vergessen Sie bei der Anschaffung eines Projektors nicht die anfallenden Kosten für eine neue Lampe - diese sind recht hoch. Die Betriebsdauer einer Lampe wird in Tage und/oder Stunden angegeben und hängt stark davon ab, wie häufig Sie den Beamer im Einsatz haben. Die meisten Lampen werden mit der Zeit immer schwächer und gehen eher selten von heute auf morgen kaputt.

Tipp: Erkundigen Sie sich nach den Kosten für eine Ersatzlampe und fragen Sie nach, ob bei der Lebensdauer ein Minimal-, Maximal- oder Durchschnitts-Wert gemeint ist.
Hinweis: Oft wird nicht angegeben, wie lange die Lampe bei voller Leistung oder im Eco-Modus hält.

Linsen - Einige Modelle haben Plastiklinsen anstelle von Glaslinsen, aber auch diese funktionieren gut. Achten Sie auf den Unterschied zwischen Linsen mit digitalem und solchen mit optischem Zoom. Letztere sind zwar etwas teurer, liefern dafür aber auch ein sehr viel besseres Bild.

Videosignale - Projektoren, die Component-Video-Signale verarbeiten können, haben eine höhere Bildqualität als Projektoren, die nur Composite- oder S-Video-Signale verarbeiten können.

Tipp: Achten Sie für diese Angaben auf die Spezifikation Ihres Beamers.

Technik und Handhabung ...
Auch Technik und Handhabung sollten Sie in Ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen. Hier einige nützliche und auch verspielte Details - haben Sie schon über „WLAN” nachgedacht?

Auto-Setup/Auto-Adjust - Der Projektor erkennt das angeschlossene Gerät und stellt sich automatisch darauf ein.

Bedienung - Achten Sie auf eine einfache und übersichtliche Bedienung des Beamers. Eine zugehörige Fernbedienung sollte alle wichtigen Funktionen besitzen und trotzdem einfach zu bedienen sein. Eine verständliche Anleitung gehört auch zu jedem hochwertigen Beamer.

Tipp: Bei beleuchteten Tasten müssen Sie im abgedunkelten Raum nicht lange suchen.

Deinterlacing - Wer hauptsächlich PAL-Fernsehen oder auf DVDs überspielte VHS-Filme schaut, benötigt ein Gerät mit gutem Deinterlacer. Der Deinterlacer rechnet die analogen Halbbilder in digitale Vollbilder um. Gerade Billig-Geräte zeigen hier oft Schwächen, aber auch mancher 2.000 Euro-Beamer ist gegen Schwierigkeiten nicht immun.

Tipp: Nutzen Sie am besten gleich digitale Vollbilder von einem DVD-Player.

Freeze - Die Freeze-Funktion 'friert' das aktuelle Projektionsbild ein. Auf diese Weise können Sie vom Zuschauer unbemerkt Programmänderungen durchführen.

Lautsprecher (integriert) - Beamer mit integrierten Lautsprechern liefern auch im mobilen Einsatz Töne zum Bild. Neuere Modelle mit Stereoboxen klingen kaum schlechter als ein mittelgroßer Fernseher.

Lens-Shift - Kann ein Beamer sein Bild nicht frontal auf eine Leinwand werfen, kommt es zu Bildverzerrungen. Ein Lens-Shift in horizontaler oder vertikaler Richtung ist hierbei enorm praktisch. Damit kann die gesamte Optik verstellt werden, um das Bild wieder gerade zu rücken. Das kostet im Gegensatz zur Trapez-Korrektur keine Auflösung und erlaubt mehr Freiheiten bei der Platzierung.

Menüführung - Achten Sie auf eine übersichtliche Menüführung. Häufig benutzte Funktionen wie Helligkeit, Kontrast oder das „Bildformat” sollten sich möglichst schnell und einfach einstellen lassen. Ein guter Projektor fürs Heimkino bietet zwar viele Optionen für die Feinabstimmung, sollte aber trotzdem ohne viel Fachbegriffe und verschachtelte Menüs auskommen.

Speicher für Profile - Oft dauert die optimale Einstellung des Beamers eine ganze Weile. Umso ärgerlicher, wenn das Gerät nach dem Ausschalten alles wieder vergisst. Mit Hilfe eines Profil-Speichers lassen sich gleich mehrere Einstellungs-Profile abspeichern und bei Bedarf wieder abrufen.

Trapez-Korrektur - Eine schräge Projektion auf die Leinwand führt zu Verzerrungen des Bildes. Die so genannte Trapez-Korrektur sorgt hier für Abhilfe. Diese verursacht zwar eine geringfügige Verschlechterung der Auflösung - da vielfach eine Maske über das Bild gelegt wird, sorgt allerdings für ein rechtwinkliges Bild.

WLAN - Das 'schnurlose' „WLAN” ermöglicht Projektionen ganz ohne lästigen Kabelsalat.

Experten-Tipps

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Standardmäßig im Lieferumfang enthalten sind Anleitung, Fernbedienung und ein Kabelsatz. Auch eine Garantie für Gerät und Lampe sollte nicht fehlen. Auf was Sie sonst noch beim Kauf achten sollten:

Kaufkriterien

  • Entscheiden Sie sich für den gewünschten Anwendungs-Bereich - Heimkino oder Präsentationen. Soll das Gerät auch mobil eingesetzt werden können?
  • Planen Sie vor dem Kauf die Größe der Projektion, entscheiden Sie sich für ein Bildformat, beachten Sie die Größe und Lichtverhältnisse des Vorführraumes sowie Positionierung, Platzierung und Befestigung. Die meisten Beamer-Hersteller bieten Projektionsrechner an, mit denen Sie die Berechnung der benötigten Abstände und der Bildgröße vornehmen können.
  • Die richtige Auflösung sorgt für scharfe Bilder.
  • Wählen Sie die zweckmäßige Lichtstärke für Ihren Beamer.
  • Legen Sie eine Preisgrenze fest. Denken Sie daran, dass die Auflösung und die Lichtquelle beim Beamer den Preis bestimmen. Vergleichen Sie aktuelle Angebote.
  • Testen Sie in Frage kommende Geräte vor dem Kauf.
  • Holen Sie sich über diverse Testberichte Erfahrungen von Experten ein.
  • Denken Sie daran, dass sich auf Raufaser kein gutes Bild projizieren lässt, kaufen Sie eventuell eine Leinwand dazu.
  • Ersatzlampen für den Beamer sind teuer. Erkundigen Sie sich nach den Kosten für eine Ersatzlampe und fragen Sie nach, ob bei der Lebensdauer ein Minimal-, Maximal- oder Durchschnitts-Wert gemeint ist.
  • Achten Sie auf eine verständliche Bedienung und Handhabung des Beamers.
  • Überlegen Sie sich, welche Geräte Sie an den Beamer anschließen möchten. Die dafür notwendigen Anschlüsse sollten am Beamer vorhanden oder erweiterbar sein.

Glossar

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ANSI-Lumen

Die Lichtstärke des Beamers wird in ANSI-Lumen (American National Standards Institute-Lumen) gemessen.

Auflösung

Anzahl der Bildschirmpunkte (Pixel) in horizontaler und vertikaler Richtung. Eine optimale Bildqualität bei der Projektion wird erreicht, wenn die Auflösung der Rechner Grafikkarte (bei Laptops die Auflösung des eingebauten Monitors) mit der des Projektors übereinstimmt.

Bildformat

Seitenverhältnis von Breite zur Höhe des Bildes.

Composite (FBAS)

Diese Verbindung zwischen Beamer und Fernseher ist nur als Notlösung zu gebrauchen. Hierbei fließen alle Bildinformationen über einen Kanal, d.h. Farb- und Helligkeitsdaten werden ungetrennt übertragen.

DLP

DLP-Projektoren (Digital Light Processor) erzeugen die Bilder mit Hilfe eines oder dreier Halbleiterchips, auf deren Oberfläche tausende kleiner Klapp-Spiegel sitzen. Auf einen Pixel kommt dabei je ein Mikrospiegel für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Sehr gute Geräte verfügen sogar über drei Spiegel je Bildpunkt.

DVI

Das DVI (Digital Video Interface) überträgt digitale Bildinformationen. DVI-D bedeutet, dass nur digitale Daten ausgegeben werden. DVI-I sorgt für analogen und digitalen Datentransfer in beiden Richtungen.

Dolby Digital

Dolby Digital ist ein digitales Mehrkanal-Tonsystem.

Ethernet-Ports

Ethernet-Ports ermöglichen das Surfen, Mailen und Filme-Speichern via Beamer-Bild.

HD-Format

Hoch auflösendes Format.

HDMI

HDMI (High Definition Multimedia Interface) ist die ultimative digitale Heimkino-Schnittstelle zur unkomprimierten Übertragung von Bild- und Toninformationen mit hoher Auflösung und hohen Datenraten. HDMI stellt eine Weiterentwicklung der gleichfalls digitalen DVI-Schnittstelle dar. Im Gegensatz zu DVI kann HDMI auch Tonsignale übertragen.

HDTV

HDTV steht für "High Definition Television" - hoch auflösendes Fernsehen und zeigt Konturen, Farben und Tiefenschärfe besser als der momentan übliche Standard PAL. Die HD-Signale bieten im Vergleich zu den PAL-Signalen eine 5-mal höhere Bildauflösung und können Dolby Digital Klang übertragen.

Kontrastverhältnis

Das Kontrastverhältnis gibt das Verhältnis zwischen schwarz und weiß projizierter Fläche an. Je höher dieses Verhältnis ist, desto besser, also realer wird das Schwarz im Bild dargestellt. Bei Beamern mit geringem Kontrastverhältnis wird schwarze Fläche eher gräulich angezeigt.

LCD

Bei LCDs (Liquid Crystal Display) durchläuft das Licht kleine TFT-Panels und wird über eine Optik an die Wand projiziert. Die Panels bestehen aus Bildpunkten, deren Lichtfluss sich elektronisch steuern lässt. Das funktioniert im Prinzip wie bei einer Jalousie: Je nach Stellung kommt gar kein Licht, wenig Licht oder viel Licht durch die Zellen.

LCoS

LCoS steht für Liquid Crystal on Silicon. Diese Technik basiert auf sehr kleinen Flüssigkristallen. Die Kristalle werden jedoch nicht durchleuchtet wie von der LCD-Technik bekannt, sondern reflektieren wie DLP-Chips das Licht der Projektorlampe.

PAL

PAL steht für "Phase Alternation Line" - Phasenwechsel nach jeder Zeile und bezeichnet eine in Europa verwendete Fernsehnorm. Diese Norm verfügt über eine Zeilenauflösung von 625 Zeilen, wovon nur 576 sichtbar sind.

Panel

Das Panel ist bei Beamern das, was bei einem Röhrenfernseher die Bildröhre ist.

Pixel

Ein Pixel ist das kleinste Element einer Rastergrafik.

Projektionsratio

Die Projektionsratio bestimmt die beste Position für Ihren Projektor und den Bildschirm bzw. Ihre Leinwand. Die Formeln zum Berechnen lauten wie folgt: Projektionsratio = Abstand : Bildbreite; Abstand = Bildbreite x Projektionsratio; Bildbreite = Abstand : Projektionsratio.

RGB

RGB (Rot-Grün-Blau) ist ein ausgereiftes, qualitativ hochwertiges, 3-kanaliges Videosignal, das Videoinformationen überträgt.

S-Video

S-Video ist eine hochwertige Video-Verbindung, die Farb- und Helligkeitsanteile getrennt überträgt. Nicht alle Beamer verfügen standardmäßig über diese Verbindung.

SVGA

Super Video Graphics Array

SXGA

Super Extended Graphics Array

Scart

Der Standard-Ausgang sorgt für die Verbindung zum Fernseher und überträgt das Bild und den Ton.

UXGA

Ultra Extended Graphics Array

VGA

Per VGA werden PCs und DVD-Player an den Beamer angeschlossen.

WLAN

Wireless Lan ist ein anerkannter Standard zur drahtlosen Übertragung von Daten zwischen Computern oder anderen elektronischen Geräten.

WSVGA

Wide Super Video Graphics Adapter

WVGA

Wide Extended Graphics Adapter

WXGA

Wide Super Extended Graphics Adapter

XGA

Extended Graphics Array

YUV

YUV ist eine qualitativ hochwertige Analog-Verbindung. Ähnlich dem RGB-Signal wird die Videoinformation in drei Signale aufgeteilt und bietet damit ein klares, scharfes Bild. Das erste Signal überträgt die Helligkeitsinformation, die beiden Anderen die rote und blaue Farbinformation.