Camcorder – Ratgeber
Ratgeber – Hilfreiches Wissen zum Thema Camcorder-Kauf
Sie suchen eine digitale Videokamera? Egal, ob Sie einen Film über die ersten Schritte Ihres Sprösslings drehen oder Ihre Qualitäten als Regisseur testen - mit einem Camcorder können Sie meist nicht nur aufnehmen, sondern Ihre Aufnahmen auch anschließend an Ihrem Rechner schneiden, sie auf Band oder DVD ausgeben oder sogar ins Internet stellen. Aber welches Gerät ist das Beste für Ihre Bedürfnisse und welche Eigenschaften sind tatsächlich wichtig? Da selbst Fachverkäufer nicht immer eine Antwort wissen, helfen wir Ihnen bei der Entscheidung.
- In der Rubrik Wissensfundament und Ausstattung finden Sie alles Wissenswerte rund um Camcorder. Mit diesem Wissen ist die bevorstehende Neuanschaffung ein Kinderspiel!
- In der Rubrik Experten-Tipps finden Sie zusätzlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Kaufkriterien und interessante Zusatzinformationen.
- Abgerundet wird das Ganze durch das Glossar. Hier werden Fachbegriffe einfach erklärt.
Inhalt
Wissensfundament
Die richtige Wahl ...
Angenehme Bedienung ...
Speichern mit System ...
Videos mit Format ...
Scharfe Bilder - echte Farben ...
Der Film-Preis ...
Die bekanntesten Hersteller ...
Ausstattungsmerkmale und Funktionen
Ausstattung ...
Extras ...
Experten-Tipps
Kaufkriterien
Glossar
Camcorder haben den Videomarkt revolutioniert. Noch nie war es so einfach, in guter Qualität Filme zu drehen, zu archivieren oder ins Internet zu stellen. Werden auch Sie zum Filmemacher - wir helfen Ihnen bei der richtigen Wahl des Camcorders.
Die richtige Wahl ...
Digitale Camcorder unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art, wie Filme gespeichert werden. Welche Technik für Sie in Frage kommt, bestimmt Ihr Anspruch an die Bildqualität und das weitere Vorhaben mit dem Bildmaterial.
| Typ | DVD-Camcorder | Mini-DV-Camcorder | Speicherkarten-/ Festplatten-Camcorder | HDV-/AVCHD-Camcorder |
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| Beschreibung | Diese Camcorder brennen das Filmmaterial direkt auf eine Mini-DVD. Auf einen Rohling passen etwa 20 Film-Minuten - mit Qualitätseinbußen 60 Minuten. | Diese Geräte speichern das Filmmaterial auf Mini-DV-Kassetten. Die Aufnahmedauer beträgt 60 Minuten und die Kosten pro Kassette liegen ca. bei 2 bis 5 Euro. | Diese Kameras legen das Filmmaterial auf Speicherkarten oder kleinen Festplatten ab. Speicherkarten sind unempfindlicher und Festplatten. bieten mehr Platz für Filme. | Diese Camcorder nehmen hochauflösende Bilder (HD) auf Mini-DV-Kassetten (HDV) oder auf Festplatte, Speicherkarte bzw. DVD auf (AVCHD). |
| Für wen? | Für Hobbyfilmer sehr interessant - ohne Nachbearbeitung können die DVDs direkt im Player angesehen werden. | Super geeignet für gelegentliches Filmen. Aufnahme, Wiedergabe und Archivierung sind problemlos und ohne Vorkenntnisse zu meistern. | Speicherkarten-Camcorder sind ideal für technisch versierte, aktive Filmer, die einen platzsparenden, robusten und zuverlässigen Begleiter suchen. Vielfilmer, die sich auch gut mit dem PC auskennen, kommen mit einem Festplatten-Camcorder auf ihre Kosten. | Wer hochauflösende Filme aufnehmen und nachbearbeiten möchte, sollte zu einem HDV-Camcorder greifen. |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Angenehme Bedienung ...
Beachten Sie, dass alle wichtigen Funktionen für Sie bequem zu bedienen sind, denn an der Bedienerfreundlichkeit sollte es einem Camcorder nicht fehlen. Auch die Form ist ein nicht zu unterschätzendes Merkmal eines Camcorders.
- Up-right- oder Hochkantgeräte sind klein, leicht und schmal. Zwecks Größe kann das Bedienen von Knöpfen, Display und Tasten teilweise etwas knifflig werden.
- Camcorder in Längsbauweise sind schwerer, liegen aber deutlich besser in der Hand. Für die Jackentasche sind sie jedoch nichts. Die Stärken der Längs-Geräte liegen in den Bereichen Bedienkomfort, Leistung und Bildqualität.
- Die Schulterform ist was für Semi-Profis und ist nicht selten recht teuer.
Speichern mit System ...
Worauf eine Kamera das Videomaterial abspeichert, ist ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl. Zwar hält sich das Magnetband noch immer wacker als Speichermedium, es ist aber abzusehen, dass Festplatten und bald sogar Flashspeicher den Markt erobern. Hier ein kurzer Überblick:
- Die Mini-DV-Kassette, auch bekannt als Magnetband, ist das gängigste Speichermedium bei Camcordern. Auf einer Kassette können Sie bis zu 60 Minuten Film aufnehmen.
- Direkt auf DVD gebrannte Filme sind sehr praktisch, weil Sie die Filme direkt nach der Aufnahme auf Ihrem heimischen DVD-Player anschauen können - das Überspielen der Daten entfällt.
- Eine interne Festplatte bietet Ihnen viel Speicherplatz. Auch das lästige Wechseln der Speichermedien fällt weg. Die Kapazität ist zwar durch die Größe der Festplatte begrenzt, aber immerhin werden Filmaufnahmen von bis zu 4 Stunden möglich.
- Speicherkarten sind klein, robust und verbrauchen wenig Strom. Um das Videomaterial zu überspielen, benötigen Sie ein USB-Kabel oder ein Kartenlese-Gerät.
- Der Flashspeicher kommt erst langsam in Camcordern zum Einsatz, da es noch recht kostspielig in der Herstellung ist. Das Video wird hier in einem fest eingebauten Chip gespeichert, der unempfindlich gegen Erschütterungen ist und sehr wenig Strom verbraucht. Zur schnellen Übertragung auf den Computer dient ein USB-Kabel.
Videos mit Format ...
In welchen gängigen Formaten speichern aktuelle Camcorder Ihre Filme? Lernen Sie hier die wichtigsten Formate der Camcorder kennen.
- Das DV-Format (Digital Video) ist zwar schon ein paar Jahre alt, kann aber qualitativ immer noch gut mit den neuen Formaten mithalten. Videos im DV-Format werden mit einer vergleichsweise geringen Kompression auf Band gespeichert. Demzufolge nehmen die beim Schnitt auf der Festplatte Ihres Computers enorm viel Platz in Anspruch - 30 Minuten Film brauchen leicht 6 GB. Das DV-Format kann Ton in Stereo aufzeichnen, ist aber nicht für die Aufnahme von Surround-Sound geeignet.
- Das MPG2-Format (Moving Picture Experts Group) nutzen im Allgemeinen Festplatten- oder Speicherkarten-Camcorder zur Aufnahme. Dieses Format verwendet eine höhere Kompression und belegt damit weniger Platz auf der Computer-Festplatte als das DV-Format. Allerdings geht dies meist auf Kosten der Bildqualität. Geräte, die Videos in MPG2 aufzeichnen, sind grundsätzlich in der Lage, Surround-Sound aufzuzeichnen.
- Das AVCHD-Format (Advanced Video Codec High Definition) ist ziemlich neu und wird speziell für hochauflösende Videos verwendet. Dieses Format verbindet relativ geringe Dateigröße mit hoher Bildqualität und ist dem MPG2-Format deutlich überlegen. Gespeichert wird hier nicht mehr auf Band sondern nur noch auf Festplatte, Speicherkarte oder Flashspeicher.
Scharfe Bilder - echte Farben ...
Entscheidenden Einfluss auf die Bildqualität hat der Bildsensor, der für die Aufnahme eingesetzt wird. Verbaut werden aktuell häufig CCD- und CMOS-Sensoren.
- CCD-Sensoren werden in den meisten günstigen Camcordern verbaut.
- Beim 3-CCD-Sensor wird für jede Farbe ein eigener Chip verwendet - Rot, Grün und Blau. Auf diese Weise wird eine realistischere Farbdarstellung erreicht. Kameras mit 3 Chips liefern in der Regel ein besseres Bild als Kameras mit nur einem Chip.
- Den CMOS-Sensoren wird nachgesagt, dass sie bei direkter Sonneneinstrahlung und schwierigen Lichtverhältnissen ein besseres Bild erzeugen. Aber auch hier gilt: drei sind besser als einer.
Der Film-Preis ...
Die Preise für Camcorder variieren stark, je nachdem wie groß der Camcorder ist, wofür er genutzt werden kann und wie viel Zubehör er mitbringt.
- Ein guter Camcorder der unteren Preisklasse kostet ca. zwischen 400 und 800 Euro. Besonders für Einsteiger und Gelegenheits-Filmer eignen sich diese Camcorder gut. Diese günstigeren Camcorder verfügen meist nur über einen elektronischen „Bildstabilisator” und auch bei der Bildqualität müssen Abstriche gemacht werden.
- Ein guter Camcorder der mittleren Preisklasse liegt zwischen 800 und 1.500 Euro. Diese Geräte bieten mehr Features und meistens eine bessere Bildqualität - wodurch der elektronische „Bildstabilisator” besser arbeiten kann.
- Ein guter Camcorder der oberen Preisklasse ist bereits ab 900 Euro zu haben. Dazu gehören vor allem die 3-CCD-Chip-Modelle. Diese Geräte heben sich zweifelsohne mit ihren zahlreichen Features, ihrer Bedienerfreundlichkeit, ihrem optischen „Bildstabilisator” und den hochauflösenden Fotos von den CCD-Chip-Modellen ab. Die Anschaffung eines solchen Camcorders lohnt sich jedoch eher für sehr engagierte Filmer und angehende Profis.
Die bekanntesten Hersteller ...
Zu den bekanntesten Camcorder-Herstellern gehören unter anderen:
- Sony, Panasonic, Canon, AIPTEK, JVC, Sanyo
Aber was kann ein Camcorder noch? Wie lange sollten Sie filmen können, bevor der Akku leer ist? Was muss ein gutes Objektiv leisten können? Fragen über Fragen - lesen Sie auf was es ankommt.
Ausstattung ...
In Punkto Ausstattung sind Camcorder mit vielen nützlichen Funktionen ausstaffiert. Folgende Liste verschafft Ihnen einen Überblick über die gängigsten Features.
Extras ...
Auch bei schummrigem Licht filmen und diese Filme digital und ohne Qualitätsverlust übertragen - das und mehr ist mit den notwendigen Extras möglich.
Damit Sie beim Kauf gut beraten sind, hier die wichtigsten Kaufkriterien im Überblick:
- Wählen Sie den Camcorder, der Ihre Anforderungen am besten erfüllt. Dabei wird hauptsächlich in Punkto Filmspeicher und Handhabung unterschieden.
- Wenn Sie sich für die Produktion von HD-Videos entscheiden, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass die höhere Qualität nur an einem geeigneten HD-Fernseher oder am Computer überhaupt sichtbar wird.
- Möchten Sie in sehr hoher Qualität filmen, lohnt sich die Anschaffung eines Camcorders mit einem 3-CCD-Sensor.
- Achten Sie auf die Akku-Leistung. Hierbei gilt - umso kleiner der Camcorder, desto schlechter die Akku-Leistung.
- Damit Ihnen bei längeren Filmaufnahmen nicht der Saft ausgeht, sollten Sie immer einen separaten Ersatz-Akku dabei haben.
- Wenn Sie hohe Ansprüche an die Qualität der Aufnahmen stellen, sollten Sie sich für einen optischen „Bildstabilisator” entscheiden.
- Wichtig ist auch das Objektiv: Ein Objektiv mit dem Wert 1:1,8 lässt mehr Licht durch als eines mit dem Wert 1:2,2 und liefert daher bessere Bilder.
- Für Film-Aufnahmen, bei denen der Ton besonders wichtig ist, sollten Sie ein externes Mikrofon verwenden. Denken Sie bei externen Mikrofonen an den Windschutz für Außenaufnahmen.
- Auf die Fotofunktion können Sie getrost verzichten. Legen Sie sich hierfür lieber eine kompakte Digitalkamera zu.
AVCHD
AVCHD ist das zweite Consumer-Format für High-Definition-Camcorder neben HDV. AVCHD ist ein von Sony und Panasonic entwickeltes Aufnahmeformat. Start von AVCHD (Advanced Video Codec High Definition) war 2006. Im Unterschied zu HDV kann AVCHD auf Festplatte, SD-Karte, Memory-Stick oder DVD aufnehmen.
Bildstabilisator
Beim elektrischen Bildstabilisator wird ein Teil der Fläche des CCD-Chips genutzt, um Verwacklungen auszugleichen. Das heißt, er wird als so genannte Verschiebefläche gebraucht. Dieser Teil ist folglich nicht für "aktive Videoaufnahmen" nutzbar und darunter leidet die Bildqualität. Beim optischen Bildstabilisator erfolgt der Ausgleich durch Magnetfelder oder schwimmende Linsen, die den Bewegungen sensorgesteuert entgegenlaufen.
CCD-Chip
CCD steht für "Charge Coupled Device" und bedeutet wörtlich übersetzt etwa "ladungsgekoppeltes Gerät". Es handelt sich dabei um einen Bildsensor, wie er auch in Scannern oder Digitalkameras eingesetzt wird. Der CCD wandelt Licht in elektrische Signale um. Je mehr Licht er dabei verarbeiten kann, desto höher ist die Bildqualität.
FBAS-Video-Ausgang
FBAS ist die Abkürzung für "Farbbild Amplituden Signal" und bezeichnet ein Videosignal zum Ansteuern des Bildschirms. Alle Signale des Farbbildes werden hier auf einer Leitung übertragen, was keine hohen Bildqualitäten zulässt.
FireWire-Anschluss
Die FireWire wird auch IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) genannt. FireWire sorgt für schnellen Datentransfer zwischen Computer und Peripheriegeräten, z.B. digitalen Camcordern.
Full HD
Die neueste Zeilennorm ist Full HD. Anders als HVD und AVCHD stellen Full-HD-Camcorder 1.080 Zeilen in Vollbildern dar (1.920x1.080), das sind rund zwei Millionen Pixel.
GB
Gigabyte (GB) ist die Maßeinheit für den Speicherplatz auf Datenspeichern wie z.B. Festplatten. Ein Gigabyte entspricht 1024 Megabyte = 1048576 Kilobyte = 1073741824 Byte.
HD
Hoch auflösendes Format.
HDMI-Schnittstelle
HDMI (High Definition Multimedia Interface) ist die ultimative digitale Heimkino-Schnittstelle zur unkomprimierten Übertragung von Bild- und Toninformationen mit hoher Auflösung und hohen Datenraten. HDMI stellt eine Weiterentwicklung der gleichfalls digitalen DVI-Schnittstelle dar. Im Gegensatz zu DVI kann HDMI auch Tonsignale übertragen.
HDV
HDV steht für "High Definition Video" und ist das hochauflösende Video-Format. HDV-Camcorder bieten eine sehr hohe Bildqualität bzw. Bildschärfe. Viele Fernsehanstalten nutzen HDV-Camcorder wegen ihrer sendefähigen Bildqualität und trotzdem guten und flexiblen Einsatzmöglichkeiten durch die meist geringen Maße für mobile Einsätze.
Mini-DV
Digitales Standard-Aufnahmeformat, bei dem die Bilder in über 500 horizontalen Linien aufgebaut werden (VHS ca. 240). Vorteil von Mini-DV ist die sehr hohe Bild- und Tonqualität.
S-Video-Ausgang
S-Video ist eine hochwertige Video-Verbindung, die Farb- und Helligkeitsanteile getrennt überträgt.
USB
USB ist die Abkürzung für "Universal Serial Bus" und bezeichnet einen Hochgeschwindigkeitsanschluss, z.B. für einen Camcorder oder eine Digitalkamera, der eine schnellere Datenübertragung und den gleichzeitigen Anschluss mehrerer Geräte gestattet. Die angeschlossenen Geräte benötigen dann keine eigene Stromversorgung mehr.
XLR-Anschlüsse
Der XLR-Anschluss bietet den bestmöglichen Transport analoger Audiosignale. Sie sind gegen äußere Störeinflüsse sehr immun. XLR-Anschlüsse werden hauptsächlich im professionellen Bereich verwendet.