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Digitalkameras – Ratgeber

Ratgeber – Hilfreiches Wissen zum Thema Digitalkamera-Kauf

Sie haben sich dazu entschieden, eine Digitalkamera zu kaufen, wissen aber nicht, auf was Sie beim Kauf achten sollen? Egal, ob Sie sich schon mit Digitalkameras auskennen oder das noch totales Neuland für Sie ist - wir helfen Ihnen! Mit den folgenden Informationen unterstützen wir Sie beim Digitalkamera-Kauf.

Wir, die decido-Redakteure, haben für Sie recherchiert und geben Ihnen mit diesem Wissen eine Anleitung an die Hand, wie Sie das passende Digitalkamera finden können.
  • In der Rubrik Wissensfundament und Ausstattung finden Sie alles Wissenswerte rund um Digitalkameras. Mit diesem Wissen ist die bevorstehende Digitalkamera-Neuanschaffung ein Kinderspiel!
  • In der Rubrik Experten-Tipps finden Sie zusätzlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Digitalkamera-Kaufkriterien sowie weitere nützliche Informationen zum Thema Digitalkamera.
  • Abgerundet wird das Ganze durch das Glossar, hier werden Digitalkamera-Fachbegriffe einfach erklärt.

Digitalkamera-Wissensfundament

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Der Markt bietet wahnsinnig viele Angebote im Bereich Digitalkameras. Kein Wunder - schon nach wenigen Sekunden kann ein digitales Foto angesehen, ausgedruckt oder per E-Mail in alle Welt verschickt werden. Um bei der richtigen Wahl der Kamera den Überblick nicht zu verlieren, haben wir Ihnen das Wesentliche in den unterschiedlichen Wissensrubriken zusammengefasst.


In der Rubrik Digitalkamera-Wissensfundament helfen wir Ihnen bei der Auswahl der geeigneten Kamera und im Weiteren können Sie sich über die gängigsten kameraspezifischen Details informieren.

Welche Digitalkamera passt zu Ihnen?
Mit dem Kauf einer Digitalkamera entscheiden Sie sich für ein Wunderwerk der Technik, das ohne lichtempfindlichen Film und ohne lange Entwicklungszeiten auskommt. Bei einer Digitalkamera werden die Bilddaten über einen „Bildsensor” aufgenommen und in Bildpunkte (Pixel) umgewandelt. Diese Informationen werden dann auf einer Speicherkarte in der Digitalkamera gespeichert.

So viel zur Technik - Aber welches Digitalkamera passt zu Ihnen?

Typ Digitale Kompaktkamera Digitale Bridgekamera Digitale Spiegelreflexkamera
Bild
Beschreibung Günstige und einfach zu bedienende Kamera, zum gelegentlichen Fotografieren. Qualitativ und preislich ein Übergangsmodell zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera. Digitale Spiegelreflexkameras bieten die beste Bildqualität unter allen Digitalkameras.
Für wen? Für den Gelegenheits-Fotografen: Schnappschüsse von Urlaub und Familie. Für den Hobby-Fotografen: Mehr als nur Schnappschüsse. Für Künstler und Fotografen: Die volle gestalterische Freiheit.
Vorteile
  • geringe Größe und wenig Gewicht, daher klein und handlich
  • Vollautomatik für Amateure
  • Aufnahme von Filmsequenzen
  • Vorschaudisplay
  • fest eingebautes Objektiv mit höherwertigem optischem Zoom
  • viele manuelle Bildeinstellungen möglich
  • große Brennweiten-Bereiche
  • eignen sich für einfache Sportfotografie
  • Akkulaufzeit ist angenehm lang
  • Vorschaudisplay
  • gute Makrotauglichkeit
  • umfangreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten
  • erheblich besseres Bild mit weniger Bildrauschen
  • Möglichkeit, Wechsel-Objektive zu nutzen
  • eignen sich für Sportfotografie
Nachteile
  • schlechtere Bildqualität
  • kurze Akkulaufzeiten
  • fehlende manuelle Einstellmöglichkeiten
  • meist auf 3-fach begrenzter optischer Zoom
  • nichts für bewegte Bilder
  • deutlich größer und schwerer als Kompaktkameras
  • nur leicht leistungsfähigere Elektronik als in einer Kompaktkamera
  • schlechte Bildqualität bei hohen ISO-Werten
  • teuer in der Anschaffung
  • Zusatzkosten durch Objektive und Ausstattung
  • groß und schwer
  • nicht immer eine Live-Vorschau der Aufnahme möglich
  • aufwändige Reinigung des Bildsensors

Digitale Kompaktkameras Die kleinen leichten Kompaktkameras sind ideal für Schnappschüsse und Urlaubsfotos. „Objektiv” und Blitz sind bei diesen Digitalkameras ins Gehäuse integriert. Dank Vollautomatik wird das Fotografieren zum Kinderspiel. Die Digitalkamera nimmt Einstellungen wie Weißabgleich, Lichtempfindlichkeit und Kontrast automatisch vor. Höherwertige Kompaktkameras bieten auch die Möglichkeit, selbst in die Bildsteuerung einzugreifen und einzelne Parameter manuell zu bestimmen. Zwar ist die Bildqualität bei kompakten Kameras im Vergleich zu anderen Kamera-Typen schlechter, dieser Unterschied ist allerdings auf der Größe normaler Urlaubsbilder nicht erkennbar. Zusätzlich können einige dieser Digitalkameras kurze Filme in „HD-Qualität” aufzunehmen.

Digitale Bridgekameras Bridgekameras (Bridge: englisch für Brücke) liegen qualitativ und preislich zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras. Sie zeichnen sich durch ein fest eingebautes „Objektiv” aus und erlauben manuelle Bildeinstellungen wie Fokussierung, Helligkeit, Kontrast oder Empfindlichkeit (ISO). Im Vergleich zu einer Kompaktkamera bietet eine Bridgekamera einen optischen Zoom von deutlich größerer Stärke und ein „Objektiv” mit höherer Lichtstärke. Die Bildqualität ist besser als bei kompakten Digitalkameras, durch den kleinen „Bildsensor” tritt jedoch bei hohen Auflösungen „Bildrauschen” auf.

Digitale Spiegelreflexkameras Digitale Spiegelreflexkameras, kurz DSLR, bieten die beste Bildqualität. Das Verdanken sie unter anderem der Tatsache, dass das „Objektiv” ausgetauscht werden kann. Die Vorteile einer „Spiegelreflexkamera” sind vielfältig: Anders als bei einer Kompaktkamera zeigt eine „Spiegelreflexkamera” das tatsächliche Bild direkt im „Sucher” an. Das einfallende Licht wird über eine Spiegelkonstruktion im Inneren der Kamera auf ein Prisma und den optischen „Sucher” gelenkt. Löst der Fotograf aus, klappt der Spiegel hoch und das Licht fällt auf den Bildsensor. Ferner kann der Fotograf bei einer digitalen „Spiegelreflexkamera” wählen, welches Dateiformat er abspeichern möchte. Ob JPEG, RAW oder TIFF - wer die Wahl hat, hat die Qual. Näheres dazu in der Rubrik: Experten-Tipps. Wer mit einer „DSLR” professionelle Bildergebnisse erzielen möchte, muss sich auf alle Fälle mit dem Basiswissen der Fotografie auseinandersetzen.

Scharfe Bilder ...

Im Allgemeinen gilt für optimale Bildergebnisse mit Digitalkameras:

  • Wenn Sie fürs Internet fotografieren, kommen Sie mit einer geringen „Auflösung” aus.
  • Sobald Sie Bilder ausdrucken oder bearbeiten möchten, ist eine „Auflösung” von mindestens 3 Megapixeln empfehlenswert.
  • Möchten Sie auch größere Abzüge Ihrer Bilder (ab A4) machen, sollten es mindestens 5 „Megapixel” sein.
Hinweis: Lassen Sie sich von der Anzahl der „Megapixel” nicht blenden. Die Bildqualität hängt zusätzlich von der Digitalkamera-Technik ab! Besonders bei Billig-Digitalkameras kann es vorkommen, dass die hohe „Auflösung” nicht voll genutzt wird, sondern nur Speicherkapazität vergeudet.
Tipp: Oftmals reicht eine Digitalkamera mit geringer „Auflösung” vollkommen aus. Auf der Größe normaler Urlaubsbilder ist der Unterschied ohnehin nicht erkennbar.

Bildausschnitte im Detail ...
Der Zoom ermöglicht das Vergrößern von Bildausschnitten, ohne sich von der Stelle bewegen zu müssen. Es wird bei Digitalkameras zwischen einem optischen und digitalen Zoom unterschieden.

  • Mit dem optischen Zoom einer Digitalkamera kann die „Brennweite” des Objektivs verstellt werden. Auf diese Weise kann ein Bildausschnitt vergrößert oder verkleinert werden. Bei dieser Art des Zooms entstehen keine Qualitätsverluste, da die „Auflösung” beibehalten wird.
  • Beim digitalen Zoom wird der Bildausschnitt nur elektronisch auf dem Sensor vergrößert. Allgemein wird von „Interpolation” gesprochen. Die so entstehende Vermehrung der Bildpixel führt zu merkbarem Qualitätsverlust.

Mini oder Maxi ...
Ohne Zweifel ist beim Kauf einer Digitalkamera die Technik das Allerwichtigste. Unterschätzen Sie trotz allem nicht die Handlichkeit. Jede Kamera liegt anders in der Hand und daher sollten Sie unbedingt testen, ob Sie mit der Digitalkamera Ihrer Wahl zurechtkommen. Kleine Digitalkameras lassen sich zwar wunderbar verstauen, können aber bei der Bedienung für Probleme sorgen. Testen Sie daher:

  • Liegt die Kamera gut in der Hand?
  • Lassen sich die Bedienelemente, allen voran der Auslöser, gut bedienen?
  • Ist das Gewicht der Digitalkamera in Ordnung?
  • Bedienen Sie lieber über Tasten oder ein Menü?

Was darf sie kosten ...
Auschlaggebend für den Preis sind Ihre Wünsche und die Anforderungen an die Kamera.

  • Digitale Kompaktkameras mit guter Ausstattung liegen bei ca. 50 bis 200 Euro.
  • Digitale Bridgekameras liegen zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras bei ca. 130 bis 400 Euro. Highend-Modelle können dennoch bis zu 900 Euro kosten.
  • Digitale Spiegelreflexkameras liegen bei ca. 300 bis 6.000 Euro (hier entstehen aber meist noch Nebenkosten für diverses Zubehör, weitere Objektive und externe Blitzgeräte).
Tipp: Bei Digitalkameras ändern sich die Standards schnell. Wenn Sie also keinen Wert darauf legen, das neueste Modell zu besitzen, können Sie mit einem etwas älteren Digitalkamera bares Geld sparen. Trotz allem haben Sie ein technisch einwandfreies Digitalkamera.

Die bekanntesten Hersteller ...
Hier eine Auswahl der bekanntesten Hersteller für Digitalkameras in alphabetischer Reihenfolge.

  • Canon, Casio, Fujifilm, Kodak, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax, Samsung, Sony

Digitalkamera-Ausstattungsmerkmale und -Funktionen

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In dieser Rubrik können Sie Ihr Wissen im Bereich Digitalkameras erweitern und auch mit einer Kompaktkamera mit Profi-Wissen glänzen. Für den geübteren Fotografen ist sicher ebenfalls der ein oder andere hilfreiche Hinweis dabei.

Technik, die begeistert ...
Was können aktuelle Digitalkameras und worauf sollten Sie beim Kauf achten? Das und mehr erfahren Sie jetzt.

Bildstabilisator - Besonders bei hohen Brennweiten und dem Fotografieren mit einer Digitalkamera ohne Stativ ist ein „Bildstabilisator” ausgesprochen nützlich. Es gibt mechanische und elektronische Bildstabilisatoren.
Hinweis: Elektronische Bildstabilisatoren verursachen erhöhtes Farb- und „Bildrauschen” und sind daher weniger effektiv.

Blitz (eingebaut) - Üblicherweise verfügen digitale Kompaktkameras nur über einen eingebauten Blitz. Eine Digitalkamera mit Vorblitz zur Vermeidung roter Augen ist inzwischen Standard.

Hinweis: Für gute Bildergebnisse sollte der in der Digitalkamera eingebaute Blitz manuell an- und abschaltbar sein.

Display - Mit Hilfe des 'Liquid Crystal Displays' (LCD) kann beim Fotografieren sofort geprüft werden, ob das soeben gemachte Foto gefällt oder lieber gelöscht werden sollte. Zudem dient das Display zur Anzeige der Menüsteuerung der Digitalkamera. Das Display sollte nicht zu klein sein und eine gute „Auflösung” besitzen.

Gesichtserkennung - Diese Funktion erkennt Gesichter und wählt automatisch die optimale Einstellung der Digitalkamera für Belichtung und Schärfe.

Motiv-Programm - Ohne manuell in die Programmsteuerung eingreifen zu müssen, passt sich die Digitalkamera dem jeweiligen Motiv an. Dies erleichtert besonders Anfängern die Arbeit mit der digitalen Kamera.

Schwenkbares Display - Durch Ausklappen und Drehen des Displays können mit der Digitalkamera Aufnahmen aus schwierigen oder ungewöhnlichen Blickwinkeln aufgenommen werden - ohne Verrenkungen des Fotografen.

Serienaufnahme - In diesem Modus nimmt die Digitalkamera in kurzer Folge mehrere Fotos hintereinander auf. Wie viele Bilder pro Sekunde gemacht werden können, hängt von der Ausstattung und Qualität der Kamera ab.

Speicher - Früher war es der Film, der entwickelt werden musste, heute sind es Speicherkarten, auf denen die Bildinformationen gespeichert werden. Besonders digitale Spiegelreflexkameras im Profibereich unterstützen teilweise auch zwei unterschiedliche Speicherkarten-Formate.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf der Kamera auf die Kompatibilität der Speicherkarten mit dem jeweiligen Kamera-Modell.
Tipp: Höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten können durch so genannte Ultra- oder High-Speed-Varianten erreicht werden. Diese gibt es vor allem von SD-Speicherkarten und Compact Flash-Speicherkarten.

Stativgewinde - Sinnvoll bei langen Belichtungszeiten, langen Brennweiten oder wenn der Fotograf per Selbstauslöser selbst aufs Bild will. Bei Kompaktkameras ist ein hochwertiges Stativgewinde jedoch eher selten vorhanden.

Stromversorgung - Kompakte Digitalkameras verfügen meist über einen „Lithium-Ionen-Akku” (kurz Li-Ion-Akku) oder über einen handelsüblichen Nickel-Metallhydrid-Akku (kurz NiMh-Akku), der auch durch eine Foto-Batterie ersetzt werden kann.

Tipp: Es empfiehlt sich die Anschaffung eines entsprechenden Ersatz-Akkus, um nicht im falschen Moment keinen Strom zu haben.

Video - Die meisten Digitalkameras können auch Videosequenzen aufnehmen - leider nicht immer mit Ton. Da die Aufnahmen zeitlich beschränkt sind, sollten Sie vor dem Kauf herausfinden, wie lange die Videosequenzen dauern. Bei vielen Digitalkameras ist die Aufnahmedauer aber nur durch die Größe des Speichers begrenzt und bewegte Bilder kosten viel Speicherplatz.

Hinweis: 25 Bilder pro Sekunde sollten auf alle Fälle machbar sein. Die meisten aktuellen Digitalkamera-Modelle zeichnen Videos mit 640 x 480 Bildpunkten (VGA) und 30 Bildern pro Sekunde auf.
   

Gut gerüstet ...

Vor allem bei Spiegelreflexkameras spielt die Ausrüstung eine große Rolle und räumt so manchen Geldbeutel leer.

Blitz (extern) - Die Leistung digitaler Spiegelreflexkameras lässt sich durch externe Blitzgeräte zum Aufstecken vergrößern.

Konverter - Mithilfe von Konvertern lässt sich die „Brennweite” eines Objektivs um den angegebenen Faktor verlängern. Der Konverter wird dafür zwischen Gehäuse und „Objektiv” eingesetzt.

Objektive - Foto-Objektive werden nach der „Brennweite” unterschieden: Standard-, Tele-, Weitwinkel- und Fischaugen-Objektiv - diese 4 Kategorien gelten für Festbrennweiten-Objektive. Bei Amateurfotografen sind heutzutage „Zoom-Objektive” sehr beliebt. Grundsätzlich werden Objektive zum Wechseln nur bei Spiegelreflexkameras benötigt. Ob Sie sich für ein Kit, bestehend aus Kameragehäuse (Body) mit ein bis zwei Objektiven oder nur für den Body entscheiden, hängt von der gewünschten Nutzungsart ab. Für Hobbyfotografen bietet sich in der Regel der Kauf eines Kits an, da damit ein gutes Preis-Leistungsverhältnis erzielt wird. Profis entscheiden sich eher dazu, Objektive einzeln zu kaufen. Hier die gängigsten Objektive für Spiegelreflexkameras:

Hinweis: Besitzen Sie schon Objektive, dann klären Sie beim Kauf der neuen Kamera unbedingt, ob die alten auf den neuen Body passen.

Stativ - Das Stativ verhindert Verwacklungen beim Fotografieren und hilft, die Kamera auf einen festen Punkt auszurichten.

Bilder wie vom Profi ...

Um professionelle Fotos zu machen, kommt es nicht nur auf die richtige Digitalkamera an, sondern auch auf die richtige Vorgehensweise.

Bildbearbeitung (Low-End) - Beim Kauf von digitalen Kameras wird häufig kostenlose Software zur Bildbearbeitung mitgeliefert. Auch online kann legal kostenlose Freeware zu diesem Zweck herunterladen werden. Mit der Software lassen sich unter anderem die Bildgröße, Helligkeit, Schärfe und der Kontrast mit wenigen Klicks verändern. Daneben gibt es abgespeckte Profi-Bearbeitungssoftware wie 'Adobe Photoshop Elements' für weniger als 100 Euro zu kaufen. Diese bieten einen Teil des Leistungsumfanges der Vollversionen, mit dem Hobbyfotografen in der Regel alle Bearbeitungsschritte durchführen können, die in diesem Bereich nötig sind.

Bildbearbeitung (High-End) - Berufsfotografen und Grafikdesigner arbeiten in der Regel mit 'Adobe Photoshop'. Diese Programme kosten jeweils mehrere hundert Euro und bieten geschulten Anwendern umfangreiche Werkzeuge zur Bildbearbeitung und Retusche.

Einschaltzeit und Auslösezeit - Kurze Momente für immer festhalten. - Damit Ihnen das gelingt, müssen Sie beim Kauf darauf achten, dass die Digitalkamera schnell einsatzfähig ist und eine kurze Auslöseverzögerung besitzt. Die Auslöseverzögerung ist mitunter von der „Brennweite” abhängig. Muss das „Objektiv” zur Fokussierung erst ausfahren, benötigt die Kamera mehr Zeit.

  • Neue Kameras sind bereits in weniger als einer Sekunde einsatzbereit.
  • Auch die Auslöseverzögerung liegt bei vielen Digitalkameras bei unter 0,5 Sekunden, die fast ausschließlich für den Autofokus gebraucht werden.
Tipp: Bei langsameren Digitalkameras hilft vorfokussieren, also den Auslöser zunächst nur halb herunter drücken. Wird der Auslöser dann ganz durchgedrückt, nimmt die Digitalkamera das Bild mit einer erheblich kürzeren Auslöseverzögerung auf.

Lichtempfindlichkeit - Auch bei den digitalen Kameras bestimmt der ISO-Wert die Lichtempfindlichkeit. Üblich sind ISO-Werte zwischen 50 und 1600, können mittlerweile aber schon bis 3200 reichen. Umso schlechter die Lichtverhältnisse, desto höher sollte der ISO-Wert gewählt werden. Bei Sonnenschein genügt ISO 100. Wird mit einem hohen ISO-Wert fotografiert, nimmt das „Bildrauschen” zu. Kamerahersteller statten daher Digitalkameras mit einer Rauschunterdrückung aus. Eine automatische Rauschunterdrückung eliminiert aber leider nicht nur das Bildrauschen, sondern lässt auch Bilddetails verschwinden. Kann die „Lichtstärke” des Zoom-Objektives manuell eingestellt werden, kann dieses Problem mit den richtigen Einstellungen umgangen werden.

Tipp: Auf den ersten Blick scheint die automatische Einstellung des ISO-Wertes praktisch. Allerdings kann diese automatische Einstellung manches Bild ruinieren. Manuelle Einstellungen sollten daher zusätzlich möglich sein.

Makro - Für Nahaufnahmen muss die Digitalkamera über eine gute Makrofunktion verfügen. Das heißt, sie muss das Bild auch bei sehr geringem Abstand zum Objekt noch scharf stellen. Die Naheinstellgrenze sollte mindestens bei fünf Zentimeter liegen. Bislang erlauben nur wenige Kameras einen Abstand von nur einem Zentimeter. Die Makrofunktion, die sich an vielen Zoom-Objektiven befindet, bietet zwar eine zusätzliche Naheinstellmöglichkeit, ist im sonstigen Leistungsumfang (besonders hinsichtlich der Abbildungsleistung) aber nicht mit auf Makrofotografie ausgelegten Festbrennweiten zu vergleichen.

Motive in Bewegung - Je nachdem, ob die Bewegung hervorgehoben oder das Motiv 'eingefroren' werden soll, muss der Fotograf eine andere Einstellung wählen. Eine kürzere „Belichtungszeit” bewirkt, dass das Motiv im Stillstand gezeigt wird, längere betonen die Bewegung, in dem sie das sich bewegende Detail (z.B. das Wasser des fließenden Flusses) verwischen.

Hinweis: Je kürzer die Belichtungszeit, desto weniger Licht fällt auf den Sensor.

Tiefenschärfe - Jeder Fotograf entscheidet selbst, auf welche Details die Aufmerksamkeit des Betrachters gelenkt werden soll. Eine Möglichkeit zur Bildgestaltung ist das Spiel mit der Tiefenschärfe. Der Fotograf kann durch „Abblenden” (z.B. von 2,8 auf 8) die „Tiefenschärfe” erhöhen. Das heißt, bei kleinen Blenden (z.B. 8) wird sowohl Vorder- als auch Hintergrund scharf. Je größer die „Blende” (z.B. 2,8), desto geringer die Tiefenschärfe. In diesem Fall ist nur scharf, was im Vordergrund scharfgestellt wurde - alles andere ist unscharf.            

Digitalkamera-Tipps

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Ganz egal, ob Sie sich für eine digitale Kompaktkamera, eine digitale Bridgekamera oder eine digitale „Spiegelreflexkamera” entscheiden, beim Digitalkamera-Kauf sollten Sie folgende Kriterien beachten ...

Digitalkamera-Kaufkriterien

Digitalkamera

  • Lassen Sie sich von der Anzahl der „Megapixel” nicht täuschen.
  • Beachten Sie, dass es unterschiedliche Zoom-Arten gibt.
  • Die Digitalkamera sollte gut in der Hand liegen und einfach zu bedienen sein.
  • Wenn Sie nicht das neueste Digitalkamera-Modell besitzen möchten, können Sie mit einem etwas älteren Modell bares Geld sparen und haben trotz allem eine technisch einwandfreie Digitalkamera.
  • Mechanische Bildstabilisatoren sind effektiver als elektronische Bildstabilisatoren.
  • Für gute Bildergebnisse sollte der eingebaute Blitz manuell an- und abschaltbar sein.
Speicherkarten
  • Achten Sie beim Kauf der Digitalkamera auf die Kompatibilität der Speicherkarten mit dem jeweiligen Kamera-Modell.
  • Höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten können durch so genannte Ultra- oder High-Speed-Varianten erreicht werden.
Objektive
  • Besitzen Sie schon Objektive, dann klären Sie beim Kauf der neuen Digitalkamera unbedingt, ob diese auf den neuen Body passen.

Zusatzinformationen

  • Bildagenturen - Bildagenturen vertreiben hochwertiges Bildmaterial (Fotos, Illustrationen, Videos) gewerblich und arbeiten mit Berufsfotografen sowie semiprofessionellen Hobbyfotografen mit entsprechender Eignung zusammen. Bei Verkauf des Bildmaterials geht ein Teil der Einnahmen an die Agentur, ein Teil an den Fotografen.
  • Bilddatenbanken - Bilddatenbanken sind sozusagen digitale Fotoalben im Internet. Sie bieten sich einerseits an, um die eigenen Fotos einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, andererseits lassen sich mithilfe von Bilddatenbanken Bilder verwalten.
  • Der Goldene Schnitt - Bei der Bildgestaltung sollte der ambitionierte Fotograf immer auch den Goldenen Schnitt im Hinterkopf behalten, damit das Ergebnis harmonisch und interessant wirken kann. Streckenverhältnisse im Goldenen Schnitt gelten auch in der Malerei und Architektur als ideale Proportion. Mathematisch ausgedrückt: Das Ganze (a+b) verhält sich zum größeren Teil (a) wie der größere Teil (a) zum kleineren Teil (b). Auf dem resultierenden Schnittpunkt sollte der Blickpunkt des Bildes liegen. Was kompliziert klingt, hat in der Praxis folgende Auswirkung: Wird das fotografierte Objekt einfach in die Bildmitte gerückt, wirkt das Bild in der Regel spannungslos und uninteressant. Ein typischer Anfängerfehler. Rückt es zur Seite, wirkt das Foto hingegen in der Regel viel ausdrucksstärker.
  • Metainformationen - In der digitalen Fotografie ist es möglich, die abgespeicherten Metainformationen (ISO-Wert, Blende, Brennweite, Datum der Aufnahme etc.) im Nachhinein herauszulesen. Diese Funktion ist im Exif-Format standardisiert. Die Exif-Daten werden direkt im JPEG oder RAW abgelegt und können später mithilfe spezieller Programme ausgelesen werden.
  • Objektiv von analog auf digital - Wird ein „Objektiv” von einer analogen Kamera auf einer digitalen „Spiegelreflexkamera” verwendet, ändert sich die Brennweite. Der Grund hierfür ist, dass DSLRs aufgrund des verwendeten Bildsensors die „Brennweite” um einen bestimmten Faktor (meist 1,5) verlängern. Wird zum Beispiel ein analoges Tele-Objektiv mit „Brennweite” 200 auf einer Digitalkamera benutzt, erhalten Sie automatisch eine „Brennweite” von 300 - sofern der Faktor 1,5 beträgt (wie hoch der Faktor ist, steht z.B. in den technischen Daten zur Kamera und in der Bedienungsanleitung).

Glossar

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Abbildungsleistung

Qualitätsgrad der resultierenden Bilder.

Abblenden

Schließen der Blende um eine oder mehrere Stufen, z.B. von 2,8 auf 8.

Auflösung

Maß für die Detailgenauigkeit, die eine Kamera aufzeichnen kann. Es wird unterschieden zwischen flächenbezogener Auflösung (Anzahl der Pixel auf einem Bild in Höhe und Breite) und linearer Auflösung (Anzahl der Pixel pro Inch, kurz: dpi). Je mehr dpi, desto besser ist die Qualität der Darstellung.

Belichtungszeit

Neben der Blendeneinstellung ist die Belichtungszeit die wichtigste Größe beim Fotografieren. Die Belichtungszeit ist die Zeitspanne, der der Sensor einer Digitalkamera (oder früher ein Film) dem einfallenden Licht ausgesetzt ist. Zusammen mit dem Blendenwert bestimmt die Belichtungszeit die auf das Medium einfallende Lichtmenge.

Bildkompression

Verringerung des Speicherbedarfs einer Bilddatei durch Reduktion der Daten. Es gibt die verlustfreie Kompression (Wiederholungen werden erkannt und zusammengefasst) und die verlustbehaftete Kompression. Bei letzterer gilt: Je höher die Kompression, desto kleiner die Datei und desto stärker der Verlust der Bilddetails.

Bildrauschen

Bildrauschen in der digitalen Fotografie lässt sich mit der Körnung auf analog aufgenommenen Bildern vergleichen. Es handelt sich hierbei um mehr oder weniger deutliche Störungen des Bildes, die besonders in dunklen und blauen Bereichen auftreten. Die Sensor-Größe hat Einfluss auf das Rauschen. Je kleiner die Fläche des Bildsensors ist, desto mehr Pixel sind auf dem Sensor enthalten und desto mehr stören sich die einzelnen Elemente gegenseitig. Die Folge: das Rauschen steigt an. Auch die ISO-Einstellung hat Einfluss auf das Bildrauschen. Je höher der ISO-Wert, desto mehr Rauschen tritt auf. Deutlich sichtbar wird das Bildrauschen ab einem ISO-Wert von 800. Das Bildrauschen kann mithilfe von spezieller Software bis zu einem gewissen Grad heraus gerechnet werden, was allerdings zu Lasten der Bildschärfe geht.

Bildsensor

Der Sensor wandelt das einfallende Bild in einer Digitalkamera in digitale Signale um und bestimmt damit maßgeblich die Bildqualität. Die meisten kompakten Digitalkameras verfügen über CCD-Sensoren (Charge-coupled Device). In höherwertigen Spiegelreflexkameras werden jedoch die größeren CMOS-Sensoren eingebaut.

Bildstabilisator

Die optische Bildstabilisierung ist das geläufigste Stabilisationsverfahren, hierbei registrieren Kreiselsensoren (Gyroskope) die axialen Bewegungen des Objektivs. Die Steuerelektronik des Bildstabilisators bewegt anschließend ein bewegliches Linsensystem genau in die entgegengesetzte Richtung. Verwacklungen werden also durch "Gegen-Verwacklungen" kompensiert. Alternativ zur optischen Bildstabilisierung arbeiten manche Kameras mit der so genannten CCD-Shift-Methode - der mechanischen Sensor-Bewegung. Dabei wird der Bildsensor mechanisch entgegen der Verwacklungsrichtung bewegt. Auf elektronischem Wege bestehen nur sehr begrenzte Möglichkeiten, ein vom Sensor schon verwackelt zurückgeliefertes Bild noch zu korrigieren. Manche Kameras gehen den Weg über ein Nachschärfen des Bildes, andere erhöhen die Empfindlichkeit des Sensors - in beiden Fällen ist das Ergebnis nicht mit dem mechanischer Bildstabilisatoren zu vergleichen.

Bildwandler

Bildwandler sind Hilfsmittel, die das Motiv nach definierten Regeln verändern.

Blende

Zentrales Steuerungselement, das die Menge des Lichteinfalles stufenweise regelt. Je kleiner der Wert (z.B. 2,8), desto größer die Blendenöffnung und desto mehr Licht dringt durch. Einheiten für die Blendenöffnung sind Blendenwerte, die in ihrer Gesamtheit die Blendenreihe ergeben: 1,0 - 1,4 - 2,0 - 2,8 - 4,0 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32 usw.

Brennweite

Die Brennweite beschreibt die Entfernung vom Mittelpunkt der Linse bis zu dem Punkt, an dem sie parallel einfallendes Licht im "Brennpunkt" bündelt. Die Angabe der Brennweite bei einem Objektiv ist für den Fotografen aber vor allem deshalb wichtig, weil sie beschreibt, wie stark vergrößert oder verkleinert das durch das Objektiv einfallende Bild auf der Aufnahmefläche dargestellt wird. Bei einer langen Brennweite wird das Foto stark vergrößert, dies entspricht der Teleeinstellung, mit der weit entfernte Objekte "ganz nah" abgebildet werden können. Im umgekehrten Fall wird von einem "Weitwinkel" gesprochen. Mit einer kurzen Brennweite lassen sich mehr Bildinformationen auf der Aufnahmefläche unterbringen, es entstehen weiträumigere Bilder. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben. Das menschliche Auge sieht mit einer Brennweite von 35-45 mm, was einem Bildwinkel von ca. 45° entspricht. Objektive, die in diesem Brennweiten-Bereich arbeiten, werden als Normalobjektive bezeichnet.

DSLR

DSLR ist die Abkürzung für "Digital Single Lens Reflex", also für die digitale Spiegelreflexkamera.

Exif

Abkürzung für "Exchangeable Image File". Metainformationen, die in Bilddateien gespeichert werden (wie Aufnahmedatum und Verschlusszeiten) sind in diesem Format standardisiert.

Festbrennweiten-Objektive

Festbrennweiten-Objektive haben, wie der Name schon sagt, eine feste Brennweite. Ihr Vorteil: Sie verfügen über eine größere Abbildungsleistung und Lichtstärke als ihre Verwandten aus dem Zoombereich. Festbrennweiten werden daher oft im Bereich Portrait- und Konzertfotografie eingesetzt. Nachteil: Durch die Beschränkung auf eine Brennweite leidet die Flexibilität. Je nach Situation muss der Fotograf das Objektiv häufiger wechseln.

HD-Qualität

High Definition (HD, engl. für hochauflösend) zeichnet sich durch eine erhöhte Auflösung aus.

Interpolation

Hinzurechnen oder Eliminieren von Zwischenwerten, mit dem Ziel, die Dateigröße zu verringern.

Lichtempfindlichkeit (ISO)

Die Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) des Bildwandlers wird im Vergleich zu einem herkömmlichen Fotofilm angegeben. Je geringer der ISO-Wert, umso mehr Licht ist für den Bildwandler nötig, um ein Foto zu erzeugen. ISO-Werte zwischen 100 bis 3200 sind mittlerweile Standard.

Lichtstärke

Die Lichtstärke eines Objektivs wird mithilfe des Quotienten von effektivem Objektivdurchmesser zur Brennweite angegeben. Die Bezeichnung auf dem Objektiv f/2,8 bzw. 1:2,8 bedeutet also, dass man die Blende bis 2,8 öffnen kann. Je lichtstärker ein Objektiv, desto teurer ist es.

Lithium-Ionen-Akku

Bei Lithium-Ionen-Akkus verringert sich die Speicherkapazität im Laufe der Zeit nicht. Selbst nach Monaten weisen sie fast keine Selbstentladung auf.

Megapixel

Megapixel ist die Einheit, mit der in der Digitalfotografie die Bildauflösung angegeben wird. Ein Megapixel entspricht dabei einer Million Bildpunkten oder Pixel. Je höher die Auflösung, umso besser die Bildqualität.

Objektiv

Ein Objektiv umfasst eine verschieden große Anzahl von Linsen und dient dazu, reelle optische Abbildung eines Objektes auf dem Foto-Sensor zu erzeugen.

Sucher

Vorrichtung an der digitalen Kamera, die es erlaubt, mittels Durchblicken auf das Motiv zu zielen. Bei Spiegelreflexkameras entspricht das Bild im Sucher dem tatsächlich abgebildeten Motiv, bei digitalen Kompaktkameras kommt es aufgrund ihres Aufbaus zu leichten Verschiebungen. Diese Verschiebungen bezeichnet der Fachmann als Parallaxe.

Tiefenschärfe

Der Bereich, der scharf abgebildet wird. Je kleiner die Blende, desto größer die Tiefenschärfe. Synonym für Tiefenschärfe ist Schärfentiefe.

USB

Dient zur Verbindung zwischen Kamera und Computer.

Weißabgleich

Mithilfe des Weißabgleichs wird die Farbtemperatur an die vorherrschenden Lichtverhältnisse angepasst, das heißt Farben werden naturgetreu abgebildet. Man unterscheidet zwischen automatischem und manuellem Weißabgleich. Viele Digitalkameras führen einen automatischen Weißabgleich durch. Das bedeutet, die Kamera verhindert, dass Bilder gelb- oder grünstichig werden. Besonders gute Kameras ermöglichen einen manuellen Weißabgleich.

Zoom-Objektive

Mit Zoom-Objektiven kann die Brennweite verändert werden: Ein Motiv lässt sich heranzoomen (große Brennweite = Tele) oder wegzoomen (kleine Brennweite = Weitwinkel). Der Zoom-Bereich gibt an, wie stark die Brennweite veränderbar ist.