16 aktuelle LCD-Fernseher: Die Zukunft liegt noch fern
Wer heute einen aktuellen LCD-Fernseher kauft, möchte für die Zukunft gerüstet sein. Im Hinblick auf das kommende HDTV-Format sollten die LCD-Fernseher daher einen HDTV-tauglichen (Sat-) Receiver besitzen. STIFTUNG WARENTEST stellt jedoch fest, dass diese LCD-Fernseher am Markt noch fehlen. Standard sind Geräte mit eingebautem Empfänger für das digitale Antennenfernsehen DVB-T. 16 davon zeigt dieser Test, der für zwei Euro vollständig auf test.de verfügbar ist.
Siegeszug der LCD-Fernseher
Der Siegeszug der hochauflösenden Fernsehprogramme lässt immer noch auf sich warten. Zwar hat schon jeder dritte deutsche Haushalt einen Fernseher, der 'HD ready', also bereit für die hochauflösenden Bilder ist. Mit einer Zusatzbox (HD-tauglichem Satellitenempfänger oder HD-Kabelbox) könnten diese Bilder, die eine bis zu fünfmal höhere Auflösung als herkömmliche Fernsehbilder haben, empfangen werden. Jedoch erst zwei Fernsehsender, der öffentlich-rechtliche Kulturkanal Arte und der werbefinanzierte Privatsender Anixe-HD, senden auch entsprechende Programme.
LCD-Fernseher im Test<br />
Die 16 von der STIFTUNG WARENTEST getesteten Fernseher wurden nach folgenden Kriterien bewertet (in Klammern: Gewichtung des Ergebnisses zur Endnote): Bild (40%), Ton (20%), Handhabung (25%), Vielseitigkeit (5%) und Umwelteigenschaften (10%). Nur zwei der getesteten Geräte punkten beim wichtigsten Kriterium und zeigen ein 'gutes' Fernsehbild: Samsung LE-26A456C2D und Sony KDL-26U3000.
Ruckelnde Videos müssen nicht sein
Zwei der getesteten LCD-Fernseher zeigen im Test hochauflösende Videos von einer Blu-Ray DVD ohne Ruckeln: Metz Talio 32 HDTV 100 und Toshiba 32AV505D, beide mit 80 cm Bildschirmdiagonale. Wer über den LCD-Fernseher Fotos von der Digitalkamera zeigen möchte, sollte auf 'sehr gute' Eigenschaften der USB-Schnittstelle oder des integrierten Kartenlesers achten. Dies bieten der Testsieger Philips 32PFL9603D/10 und Samsung LE-32A557P2F (Testnote 3,1).
STIFTUNG WARENTEST-Testsieger (Testnote 'gut', 2,2): Philips 32PFL9603D/10
In allen getesteten Bereichen schneidet der teure Philips LCD-Fernseher mit 80 cm Bildschirmdiagonale (32 Zoll) mit 'gut' ab. Als einziger LCD-Fernseher im Test kommt der Philips 32PFL9603D/10 auch 'gut' mit dem herkömmlichen Pal-Fernsehbild zurecht (über den eingebauten DVB-T-Tuner), d.h. er bereitet das recht detailarme Pal-Bild professionell auf. Aufgepasst: Der deutlich günstigere Vorgänger des Testsiegers, der Philips 32PFL7762D, unterscheidet sich vom aktuellen LCD-Fernsehern auf den ersten Blick nur durch das fehlende 'Ambilight' (eine eingebaute Hintergrundbeleuchtung). Das Testergebnis für das Vorgängermodell fällt aber, sowohl bei der Bildqualität wie insgesamt, nur 'befriedigend' aus. Die weiteren Noten der getesteten Geräte reichen von 'befriedigend' (2,7 für Metz Talio 32 HDTV 100) bis zu 'ausreichend' (4,1 für Hanseatic LC19WCD und Toshiba 19W33D).
Kleine Verbesserungen, große Ergebnisse
Allgemein gilt: Mit einigen Veränderungen an den Grundeinstellungen können Sie das Bild in vielen Fällen verbessern. Ein optimales Bild ergibt sich beispielsweise oft bei einer Helligkeit von 35-45% vom Maximum und gedämpftem Umgebungslicht. Der Kontrast ist ab Werk oft überzogen eingestellt. Sinnvoll: Manche LCD-Fernseher bieten die Möglichkeit, für verschiedene Signalquellen unterschiedliche Einstellungen abzuspeichern. Und für den 'guten Ton' schließen Sie am besten eine Stereoanlage an.
Die decido Empfehlung
Für viele ist erstaunlich, dass die Röhre fürs normale Fernsehprogramm immer noch das bessere Bild zeigt. Die Umrüstung auf die flachen Bildschirme lohnt sich im Grunde erst, wenn Ihr altes Gerät irreparabel kaputt ist oder Sie viele DVDs ansehen. Achten Sie darauf, dass der neue (größere) LCD-Fernseher in Ihr Wohnzimmer passt, hier kann man sich leicht verschätzen. Und bestehen Sie darauf, beim Probesehen Ihre gewünschte Signalquelle zu wählen - die DVD-Ausstrahlungen im Verkaufsraum können Schwächen vertuschen.