Haarglätter im Test: Sieben von zwölf fallen durch
Sie sollen die Haare glatt, seidig glänzend und gesund aussehen lassen. Doch leider sind viele der getesteten Geräte für die Haare eine Zumutung oder sogar gefährlich für den Anwender. Lesen Sie, welche beiden Geräte empfehlenswert sind und von welchen Sie besser die Finger lassen. Den vollständigen Test können sie auf test.de kostenpflichtig herunterladen.
Stiftung Warentest nahm folgende Dinge unter die Lupe: Frisierergebnis (30%), Anwendung (25%), Handhabung (25%), Technische Prüfung (10%) und Sicherheit (10%). Der Punkt "Haarschädigung" fließt nicht ins Ergebnis ein, führt aber zur Abwertung, wenn eine Schädigung zu befürchten ist.
Testsieger: Braun ES 2 Haarglätter
Der Braun Haarglätter punktet in allen Bereichen und ist das einzige Gerät, das "sehr gut" abschneidet. Es gleitet sanft durchs Haar und wird nicht heißer als 200 Grad. Der Kult-Haarglätter ghd IV styler kommt mit der Endnote 1,6 ("gut") knapp dahinter auf den 2. Platz. Er ist allerdings sehr teuer: Online bestellt kostet er ca. 160 Euro (Stand Mai 2011). Der Haarglätter Udo Walz (Bellissima 1647) kommt auf Platz 3, allerdings schon mit der Testnote "befriedigend" (3,0).
Gefährlich heiß
Bei zwei Haarglättern heizen sich nicht nur die inneren Platten auf, sondern auch die Gehäuseoberseiten. Das kann bei Hautkontakt mit Ohren oder Fingern gefährlich werden, deswegen fallen die betroffenen Geräte von Grundig und Russel Hobbs durch. Ebenso die ohne Abschaltautomatik: Bei den Geräten von Grundig, Philips und den günstigen Modellen von Rossmann, Severin und Technostar (teilweise nicht in der Produktliste unten) fehlt dieses sinnvolle Sicherheitselement.
Mehr Glanz ist nicht gleich gesundes Haar
Glänzendes Haar wird als gesundes Haar angesehen. Das ist aber nach der Glättung nicht unbedingt der Fall. Bei der Höchststufe von 230 Grad wird das Haar beispielsweise mit dem Haarglätter des Marktführers Remington zwar glatt und glänzend, aber auch stark angegriffen. Die Schuppenschicht des Haares reißt auf, Haarfasern können verschmelzen, und das ist nicht mehr zu reparieren. Diese Schäden zeigen sich in der Praxis erst nach mehrmaliger Anwendung, die Laborergebnisse der Stiftung Warentest sind daher eine wichtige Orientierungshilfe.
Tipps
Glätten Sie Ihr Haar nur, wenn es vollständig trocken ist. Nasses Haar würde durch die hohen Temperaturen "gekocht", was das Haar schädigt. Die Temperatur sollte für gesundes, kräftiges Haar maximal 200 Grad betragen, feines oder gefärbtes Haar verträgt maximal 180 Grad. Gönnen Sie ihrem Haar Pausen und glätten Sie nur ab und zu. Im Internet werden chemische Mittel zur Haarglättung angeboten. Vor diesen wird aber vom Bundesinstitut für Risikobewertung gewarnt - sie können krebserregendes Formaldehyd enthalten.
Fazit
Es gibt einige gute Geräte, die Testergebnisse zeigen aber, dass bei der Auswahl Vorsicht geboten ist. Klare Kaufempfehlung ist der Testsieger von Braun, der online bereits ab ca. 44 Euro zu haben ist. Ein etwas günstigeres Gerät von Braun ist der Haarglätter Braun ES1 (nicht im Test). Übrigens: Produkte zu Haarpflege Styling und Frisur finden Sie im decido Preisvergleich Haarpflege.